Köln: NRW investiert 15 Millionen Euro in die Leitstellen der Polizei

Köln: NRW investiert 15 Millionen Euro in die Leitstellen der Polizei

Das nordrhein-westfälische Innenministerium investiert rund 15 Millio­nen Euro in moderne digitale Leitstellentechnik für die Polizei.

Landesweit werden alle 50 Polizeileitstellen an ein einheitliches zentrales System angeschlossen und miteinander vernetzt, erklärte Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Montag in Köln. Mit der neuen Technik stehe NRW bundesweit an der Spitze.

Die Umstellung auf das neue System soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Auftrag für Lieferung und Installation der neuen Kommunikationstechnik an die Firma Thales mit Sitz in Pforzheim wurde am Montag unterschrieben.

Bislang betreibt noch jede Polizeibehörde eine eigene Leitstellentechnik. Durch die neue Technik kann die Polizei noch besser auf besondere Situationen reagieren. „Wenn es beispielsweise in Aachen wegen eines Großereignisses zu einer Überlastung kommt, kann die Kölner Leitstelle quasi per Mausklick zugeschaltet werden”, erläuterte der In­nenminister. So könnten die Kölner Beamten sogar die Aachener 110-Notrufe entgegen­nehmen und die örtlichen Streifenwagen entsenden.

Die fünf Zentraleinheiten der neuen Leitstellentechnik werden an ver­schiedenen Orten miteinander vernetzt sein. Sie gleichen sich automa­tisch miteinander ab und können bei Ausfall einzelner Einheiten deren Aufgaben übernehmen. Das garantiere eine hohe Verfügbarkeit und den sicheren Betrieb dieses Gesamtsystems, betonte Wolf weiter.

Die nordrhein-westfälische Polizei koordiniert in ihren Leitstellen jährlich rund 3,9 Millionen Einsätze, 2,2 Millionen davon beginnen mit dem Not­ruf 110.

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