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NRW: Innenstädte ein letztes Mal voll vor dem Lockdown

In NRW : Gut besuchte Innenstädte vor dem Lockdown

Der letzte verkaufsoffene Tag vor dem harten Lockdown hat in Nordrhein-Westfalen noch einmal viele Verbraucher zum Einkaufen in die Innenstädte gelockt.

Egal ob auf der Bahnhofstraße in Bielefeld, am Westenhellweg in Dortmund oder auf der Hindenburgstraße in Mönchengladbach: In zahlreichen Stadtzentren waren nach den Echtzeit-Daten des auf die Messung von Kundenfrequenzen spezialisierten Unternehmens Hystreet schon am Dienstagmittag überdurchschnittlich viele Konsumenten unterwegs.

Für manche stationäre Händler dürfte die Rückkehr der Kunden in die Innenstädte aber zu spät kommen. Trotz langer Schlangen vor einzelnen Geschäften macht sich der Handel keine Hoffnung mehr, noch das Weihnachtsgeschäft retten zu können. „Die sonst so umsatzstarke Phase zum Jahresende wird für viele Händler zum Fiasko“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, in Berlin.

Doch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer für manche Händler in NRW. Denn die Düsseldorfer Landesregierung machte in der neuen Coronavirus-Verordnung den Weg dafür frei, dass die Einzelhändler auch während des Shutdowns im Internet bestellte Ware in den eigentlich geschlossenen Läden an die Kunden aushändigen und so ihr Geschäft zumindest teilweise weiterführen können. Voraussetzung ist, dass dies „unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rief die Menschen außerdem auf, Gutscheine zu kaufen, anstatt im Internet Weihnachtsgeschenke zu bestellen. „Wir haben auch die Pflicht zur Solidarität gegenüber denjenigen, die zur Eindämmung der Pandemie ihre Türen schließen und so enorme Einnahmeeinbußen hinnehmen müssen“, sagte er in einer Sondersitzung des Landtags in Düsseldorf.

(dpa)