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Rund 6500 Neuinfektionen: NRW hat 20 extreme Corona-Hotspots

Rund 6500 Neuinfektionen : NRW hat 20 extreme Corona-Hotspots

Deutlich mehr als ein Drittel der kreisfreien Städte und Kreise in NRW ist derzeit extremer Corona-Hotspot. In mehreren Gebieten gibt es eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Bei einer ersten Kontrolle in Solingen waren Ordnungsamt und Polizei unterwegs.

Rund 6500 Coronavirus-Neuinfektionen haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen innerhalb eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Nach der jüngsten Übersicht des RKI vom Freitag sind es 6492 neue Fälle nach 6003 am Vortag.

Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stieg im landesweiten Durchschnitt von 177 auf 180,2. Die Zahl der Toten an oder mit Corona stieg demnach um 148 auf 5075. Am Donnerstag lag die Zahl der Toten in NRW mit 4927 noch unter der Marke von 5000.

20 Kreise und kreisfreie Städte sind aktuell extreme Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen mit Werten von über 200, bezogen auf 100.000 Einwohner und den Zeitraum der vergangenen sieben Tage. Das ist mehr als ein Drittel der insgesamt 53 kreisfreien Städte und Kreise in NRW.

In der RKI-Übersicht für NRW steht die Stadt Solingen mit 287,0 Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche ganz oben. Es folgen die Kreise Lippe mit 274,2 und der Kreis Recklinghausen mit 264,9. Am niedrigsten ist die Inzidenz in NRW im Kreis Coesfeld mit 101,1.

Nach den Kreisen Düren und Lippe hatte auch die Stadt Solingen wegen hoher Corona-Infektionszahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung verfügt. Sie gilt seit Mittwoch zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr im gesamten Stadtgebiet. Bei einer ersten Kontrolle ab dem späten Donnerstagabend sei es sehr ruhig gewesen, sagte ein Stadtsprecher. Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sprachen zwölf mündliche Verwarnungen aus. Mehrere andere Personen konnten demnach eine Arbeitgeberbescheinigung vorweisen. Polizisten sprachen zudem nach Angaben einer Polizeisprecherin acht mündliche Verwarnungen aus.

Nach einer Übersicht der Landesregierung werden aktuell 5421 (plus 80) Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern von NRW behandelt. Davon werden 1068 (minus 20) auf den Intensivstationen versorgt. Darunter sind 675 (681) Covid-19-Patienten, die Beatmungstechnik benötigen. Von den landesweit insgesamt 5384 (5403) Intensivbetten mit Beatmungstechnik sind nach dem jüngsten Stand Freitag 626 (596) frei.

(dpa)