NRW-Gesundheitsminister Laumann äußert sich zur Bertelsmann-Studie

Bertelsmann-Studie sorgt für Diskussionen : NRW-Minister Laumann befürwortet Erneuerung des Krankenhausplans

In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung heißt es, man könne rund die Hälfte aller Krankenhäuser schließen, um die Versorgung der Patienten zu verbessern. Nun äußert sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu der Debatte.

Nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gibt es Überversorgungen im Krankenhausbereich. Dies sei teilweise in Ballungszentren der Fall, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Auslöser der Debatte ist eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die empfiehlt, gut die Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland zu schließen, um die Versorgung der Patienten zu verbessern.

Der Minister sagte dem Magazin, diese Zahl erscheine ihm zwar sehr hoch, er könne „das so nicht nachvollziehen“. Aber es brauche einen neuen Krankenhausplan, der sich an Struktur, Qualität und Fallzahlen ausrichte. Jeder Bürger wolle zu Recht eine gute Versorgung in seiner Region. „Das heißt für mich: Ein Rettungswagen sollte innerhalb von 30 Minuten eine Intensivstation erreichen. Aber für spezielle Krankheiten kann es nicht vor jeder Haustür eine Fachklinik geben“, sagte Laumann.

(dpa)
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