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Mehr Zugezogene: NRW-Einwohnerzahl steigt leicht, bleibt aber unter 18 Millionen

Mehr Zugezogene : NRW-Einwohnerzahl steigt leicht, bleibt aber unter 18 Millionen

Nordrhein-Westfalens Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Sie blieb zum Stichtag am Jahresende 2019 mit 17.947.000 Menschen aber unter der Marke von 18 Millionen.

Es waren 15.000 Einwohner mehr (+ 0,1 Prozent) als ein Jahr zuvor im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie dessen Statistisches Landesamt am Mittwoch mitteilte. Im Jahr 2019 seien zwar 47.000 Menschen mehr nach Nordrhein-Westfalen gekommen als das Land verließen. Es starben aber auch 36.000 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. Sowohl der Wanderungsüberschuss als auch das Geburtendefizit waren niedriger als im Vorjahr.

Auch in der Region sind insgesamt mehr Einwohner gemeldet als vor einem Jahr: Rund 3700 Menschen sind in die Städteregion Aachen und die Kreise Düren und Heinsberg gekommen. Allein 1580 von ihnen sind neue Einwohner der Stadt Aachen. Stolberg hat mit 326 verlorenen Bewohnern den größten Verlust im Vergleich zum Jahr 2018 verzeichnet. Die Gemeinde Nideggen hat mit 56 neuen Einwohnern die 10.000er-Marke geknackt: Dort wohnen nun 10.001 Menschen.

Die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen und viertgrößte Stadt
Deutschlands ist nach wie vor Köln mit 1.088.000 Einwohnern. Auf den weiteren Plätzen folgen Düsseldorf (622.000), Dortmund (588.000) und Essen (583.000).

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag in Nordrhein-Westfalen Ende 2019 bei 44,2 Jahren. „Jüngste“ Gemeinde war Augustdorf im Kreis Lippe mit einem Altersdurchschnitt von 38,8 Jahren, „älteste“ Gemeinde war Bad Sassendorf im Kreis Soest mit 49,9 Jahren.

Aus dem Ausland kamen 2019 fast 53.000 Menschen mehr nach NRW als über die Grenzen Deutschlands fortzogen. 298.000 Menschen zogen 2019 aus dem Ausland nach NRW - das waren 2,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gut die Hälfte der Zuwanderer kam aus der Europäischen Union.

Die Top-3-Herkunftsländer der Zuzüge aus dem Ausland im Jahr 2019 waren – wie bereits im Vorjahr – Rumänien, Polen
und Bulgarien. Von NRW in das Ausland zogen im gleichen Zeitraum insgesamt 245.000 Menschen. Das waren 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die drei häufigsten Zielländer decken sich mit den bedeutendsten Herkunftsländern: Rumänien, Polen und Bulgarien.

(jas/dpa)