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Präventionsarbeit: NRW-Bistümer lassen Missbrauchsprävention wissenschaftlich prüfen

Präventionsarbeit : NRW-Bistümer lassen Missbrauchsprävention wissenschaftlich prüfen

Die Bistümer in Nordrhein-Westfalen lassen die Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt in kirchlichen Einrichtungen gemeinsam wissenschaftlich untersuchen. Nach Angaben des Katholischen Büros in Düsseldorf vom Montag wurde dazu jetzt ein Projekt ausgeschrieben.

Bewerben können sich wissenschaftliche Arbeitsgruppen. Das Büro vertritt auf Landesebene die Bistümer Aachen, Essen und Münster sowie die Erzbistümer Köln und Paderborn. Seit rund zehn Jahren arbeiten die Einrichtungen der Bistümer auf derselben gesetzlichen Grundlage, um sexualisierte Gewalt an Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Erwachsenen zu verhindern.

„Nach zehn Jahren Prävention hat in der Alltagspraxis von Pfarreien und Einrichtungen eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der sexualisierten Gewalt stattgefunden. Die Menschen sind informiert und sensibilisiert worden“, sagt die Präventionsbeauftragte des Bistums Münster, Beate Meintrup, laut Mitteilung. Es gebe bisher aber wenige Daten über die Wirkung.

Beginnen soll die Forschungsarbeit laut Ausschreibung im Frühjahr 2021. Das Ergebnis soll Ende 2022 vorliegen.

(dpa)