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NRW: 80.000 neue Wohnungen pro Jahr, um Wohnungsmangel auszugleichen

Deutscher Mieterbund schätzt : NRW benötigt 80.000 neue Wohnungen pro Jahr

In Nordrhein-Westfalen fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds Zehntausende Wohnungen. Um den Bedarf zu decken, müsse man pro Jahr rund 80.000 neue Wohnungen zur Verfügung stellen.

Allerdings seien 2017 aber nur 48.300 Wohnungen fertiggestellt und 2018 Baugenehmigungen für lediglich 55.000 Einheiten erteilt worden. Nicht jede Genehmigung führe aber tatsächlich zum Wohnungsbau, denn in einigen Gebieten in NRW „scheinen Grundstücke mit Baurecht Handelsware und Spekulationsobjekte zu sein“, sagte der Landesvorsitzende Hans-Jochem Witze.

Angesichts des Mangels und deutlich steigender Mieten müssten immer mehr Haushalte mehr als die „kritischen“ 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben, betonte Witze. Drastisch sei die Entwicklung in der Rheinschiene, also in den Uni-Städten Aachen, Münster, Dortmund und Siegen. Aber auch in der Region zwischen Bielefeld, Paderborn und Lippstadt, sowie in zahlreichen münsterländischen Gemeinden, sei die Entwicklung deutlich.

Beim „Mietertag NRW“ des Verbands am Samstag in Münster sollen Wohnungsnot und der Ausbau von Mieterrechten im Fokus stehen. Zudem wird der Vorstand neu gewählt.

(dpa)