Rund um Aachen: Notreparatur auf der A544 führt zu langen Staus

Rund um Aachen : Notreparatur auf der A544 führt zu langen Staus

Eine weitere Spur auf der Stadtautobahn A544 ist bis Mittwochabend gesperrt. Am Dienstag und Mittwochmorgen führte das zu langen Staus. Besonders der Pendelverkehr rund um Aachen war betroffen.

Am Mittwochmorgen meldete der WDR, dass sich der Verkehr auf der A4 von Eschweiler-West bis Aachen-Laurensberg am Morgen auf 15 Kilometern Länge staue, Autofahrer sollten dort 45 Minuten mehr einplanen. Auch auf der A44 von Alsdorf bis zum Kreuz Aachen stockte der Verkehr auf sieben Kilometern. Und gleich hinter dem Kreusz, auf der A544 Richtung Aachen-Europaplatz staute es sich in beiden Richtungen auf zwei Kilometern innerhalb einer Baustelle. Bereits am Dienstag sorgte die Baustelle für lange Staus im Bereich des Kreuzes.

Der Landesbetrieb Straßenbau ergriff am Dienstagmorgen eine sogenannte Notmaßnahme, da die Randbalken der Standstreifen im Bereich der Abfahrt Würselen sofort instand gesetzt werden mussten. „Nicht zu ändern“, sagte Klaus Erdorf vom Landesbetrieb Straßenbau, das Problem sei sehr plötzlich sehr akut geworden. Also wurde die linke Spur auf der A544, die aus Fahrtrichtung Köln behelfsweise Richtung Aachen-Europaplatz führt, am Dienstagmorgen gesperrt, damit der Verkehr Richtung Köln über diese Spur geleitet werden konnte. Die Bauarbeiter brauchten ja Platz, deswegen wurde der rechte Fahrstreifen der A544 in Fahrtrichtung Köln gesperrt, wie Erdorf am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Wenigstens diese Notfallmaßnahme sollte bis Mittwochabend beendet sein. Die Bauarbeiten im Autobahnkreuz Aachen hingegen werden planmäßig fortgesetzt.

Der in beide Fahrtrichtungen einspuriger Verkehr auf der A544 führte dazu, dass die Situation für Pendler nach Aachen und aus Aachen heraus am Dienstag und am Mittwoch noch schlechter war als ohnehin schon. Der Landesbetrieb teilte mit, dass die Pendler im Aachener Kreuz zum Teil auf die A4 Richtung Heerlen und die A44 Richtung Belgien auswichen, was auch dort für Staus und zähfließenden Verkehr sorgte.

Hinzu kommt, dass in der Stadt Aachen im Moment an neuralgischen Verkehrspunkten gebaut wird und der Verkehr innerhalb der Stadt besonders morgens und abends zeitweise nahezu zum Erliegen kommt. Besonders am Ponttor ist eine große Kreuzung, die ein wichtiger Verkehrsknoten innerhalb des Stadtgebiets ist, seit Wochen mehr oder weniger komplett gesperrt. Mittlerweile ist das Verkehrsaufkommen am Ponttor selbst überschaubar, weil die meisten Autofahrer begriffen haben, dass sie diesen Bereich am besten weiträumig meiden.

Aber da der Verkehr wegen einer gesperrten Kreuzung nicht weniger wird, verlagert er sich auf alle möglichen Umfahrungsrouten. Diese Verlagerung wirkte und wirkt sich weiterhin im Berufsverkehr bis auf die Autobahnen aus, zumindest zeitweise.

Die Stadt Aachen teilte am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass die Großbaustelle am Ponttor nach derzeitigem Stand der Dinge wie geplant am Ende nächster Woche beseitigt wird, die Sperrung soll im Laufe des 18. Oktober aufgehoben werden. Nicht, dass dann in Aachen der Verkehr wieder angemessen fließen würde: Im Moment gibt es mehr als 100 weitere Baustellen im Stadtgebiet, weitere sind in Planung.

Aber immerhin sollte die Mittwochabend abgeschlossene Instandsetzung der Standstreifen auf der A544 nach Einschätzung des Landesbetriebs Straßenbau dazu führen, dass sich die Verkehrssituation auf den Autobahnen rund um Aachen für die Pendler ab heute wieder etwas normalisiert. Zumindest dann, wenn keine weiteren unerwarteten Verkehrsereignisse eintreten.

(gego)
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