Zunächst schwache Beteiligung bei Europawahl in den Niederlanden

Europawahl in den Niederlanden : Zunächst schwache Beteiligung

In den Niederlanden, die am Donnerstag als einer der ersten EU-Staaten die Europawahl eingeläutet haben, ist die Wahlbeteiligung zunächst schwach gewesen.

Bis 13.30 Uhr hätten rund 14 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben, berichtete der staatliche Sender NOS unter Berufung auf Daten des Instituts Ipsos. Bei der vorangegangenen Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 15 Prozent und bei bei Schließung der Wahllokale bei 37 Prozent.

Ministerpräsdident Mark Rutte gab seine Stimme am Vormittag in Den Haag im Wahllokal in der Grundschule ab, die er selber früher besucht hatte. Er traf dort per Fahrrad ein und machte mit den Wahlhelfern ein „Stemfie“, wie die Niederländer ein Selfie im Wahlraum nennen.

Zur Stimmabgabe hatten die Wahllokale in etlichen Bahnhöfen schon früh morgens geöffnet, am Flughafen Amsterdam Schiphol bereits um 5 Uhr. In Den Haag wurde sogar eine Straßenbahn zum mobilen Wahllokal umfunktioniert. Die sogenannte „Stemtram“, die Linie 9, sollte den ganzen Tag lang durch die Stadt pendeln.

Mit Spannung wird in den Niederlanden das Abschneiden der neuen Zentralfigur der rechten Szene, Thierry Baudet, und seines Forums für Demokratie (FvD) erwartet. Die Partei hatte überraschend die jüngste Provinzwahl gewonnen und will ein Referendum über die niederländische EU-Mitgliedschaft erzwingen.

(dpa)
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