Verdächtiger nach Mord in Brunssummerheide in psychiatrischer Klinik

Nach Doppelmord in Brunssummerheide : Verdächtiger in psychiatrische Klinik eingewiesen

Elf Tage nach dem Doppelmord im niederländischen Naturschutzgebiet Brunssummerheide wurde der Verdächtige am Mittwoch vor dem Haftrichter geführt und dann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Wie die niederländische Tageszeitung „De Limburger“ berichtet, habe der Haftrichter den Anträgen der Staatsanwaltschaft stattgegeben. Der 27-jährige soll mindestens zwei Wochen in Haft bleiben. Zur Beobachtung sei der Verdächtige außerdem in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.

Der 27-Jährige werde, so die Behörde, auch in Verbindung mit einer Bluttat in einem Waldgebiet bei Den Haag gebracht, dabei war am 4. Mai ein 56-Jähriger getötet worden.

Letzte Woche waren im Naherholungsgebiet Brunssummerheide, rund 20 Kilometer westlich von Aachen, ein 68-jähriger Mann und eine 63-jährige Frau im Abstand von nur rund 100 Metern gewaltsam ums Leben gebracht worden. Augenzeugen berichteten davon, dass sie erstochen worden seien.

Die Polizei hatte bei der Suche nach dem 27-Jährigen mit dem Hinweis auf die labile geistige Gesundheit des Mannes davor gewarnt, sich ihm zu nähern. Dieser stammt aus Den Haag, hielt sich aber auch regelmäßig in Süd-Limburg auf.

Nach Angaben von „De Limburger“ habe er sich nach dem Vorfall in der Brunssummerheide in eine psychiatrische Anstalt in Maastricht einliefern lassen, von wo er am Mittwochmorgen aber wieder geflohen sei. Die Polizei habe ihn dann am Mittwochabend in Margraten festgenommen.

Wie niederländische Medien berichten, war für Freitag außerdem ein Trauermarsch für die Opfer geplant gewesen. Dieser wurde aber nun auf ausdrücklichen Wunsch der Angehörigen abgesagt.

(red)
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