Nach Cyberhack: Universität Maastricht zahlte offenbar Lösegeld

Nach Cyberhack : Universität Maastricht zahlte offenbar Lösegeld

Die Maastrichter Universität ist nach Berichten des Hochschulmagazins Observant einigen Cyberkriminellen auf den Leim gegangen. An Heiligabend hatten Hacker die Systeme der Uni lahmgelegt und wollten Geld erpressen – offenbar mit Erfolg.

Die Maastrichter Universitätszeitung Observant veröffentlichte am Donnerstagnachmittag einen Artikel, in dem sie behauptet, von einer Lösegeldzahlung der Hochschule an die Kriminellen zu wissen. Von Sprechern wurde dies aber weder bestätigt, noch dementiert.

Dem Artikel zufolge hätten die Kriminellen mehrere Tausend Euro von der Hochschule gezahlt bekommen, wahrscheinlich in der Kryptowährung Bitcoin. Ob die Cyberpiraten mit ihrer „Geiselsoftware“ sensible Daten erbeutet hätten, sei noch nicht bekannt.

Bei der Schadsoftware, die auf den Universitätsrechnern in Maastricht ihr Unwesen getrieben hat, handelt es sich um um die sogenannte Clop-Ransomware. Der Name kommt vom englischen Wort „Ransom“, was „Lösegeld“ bedeutet. Es handelt sich bei der Malware um einen Trojaner. Im Unterschied zum klassischen Computervirus, der Daten und Software zerstört, nistet sich der Trojaner in einem Computer ein und ermöglicht so Hackern Zugriff auf das Gerät. Dadurch können sie beispielsweise Passwörter ausspähen oder sie können sogar den ganzen Computer fernsteuern.

Am Donnerstag meldete die Uni über Twitter, dass die ersten Teile wichtiger Systeme wieder ans Netz geschlossen seien.

(red)