1. Region
  2. Niederlande

Shopping in Holland: Riesenansturm von deutschen Touristen bleibt aus

Shopping in Holland : Riesenansturm von deutschen Touristen bleibt aus

Üblicherweise fahren an Himmelfahrt Scharen von Deutschen über die holländische Grenze - zum Shoppen. Das ist auch in diesem Jahr prinzipiell möglich, aber mit Einschränkungen.

Der befürchtete Ansturm deutscher Shopping-Touristen in den Innenstädten und Outlets der niederländischen Grenzstädte ist weitgehend ausgeblieben. „Es ist lange nicht so voll wie normal“, sagte ein Sprecher der Stadt Venlo am Donnerstagnachmittag. „Es ist möglich, auf gute und sichere Weise seine Einkäufe zu machen.“ Auch in Roermond, wo ein großes Shopping-Outlet oft an deutschen Feiertagen viele Einkäufer aus dem Nachbarland anzieht, blieb man nach Angaben eines Sprechers weit unter der maximal zugelassenen Anzahl. „Es ist nicht so viel los, dass es problematisch ist.“

Nachdem am vergangenen Sonntag etliche Deutsche in die offenen Geschäfte der holländischen Städte geströmt waren, hatten die Städte deutliche Warnungen ausgesprochen. „Wenn Sie kommen, kommen Sie allein - und halten Sie Abstand.“ Das gelte auch in den kommenden Tagen noch, betonte der Sprecher. Bei Verstößen gegen die Corona-Regeln können hohe Bußgelder verhängt werden, von bis zu 390 Euro. „Das möchte niemand.“ Sollte es trotz des Appells zu voll werden, werde die Stadt Parkplätze und Parkhäuser schließen oder auch Zufahrtsstraße abriegeln, hieß es.

Vor einigen Geschäften oder Eisläden bildeten sich dennoch Warteschlangen. Allerdings blieben die Wartenden nach Angaben eines dpa-Reporters weitgehend diszipliniert. Um das Risiko von Ansteckungen beim Shopping zu vermindern, ist man in Venlo kreativ geworden. Breitere Einkaufsstraßen wurden mit Hilfe von Hütchen in Wege für beide Richtungen eingeteilt, damit sich nicht viele Menschen beim Passieren zu nahe kommen. Engere Gassen wurden mit Sperrgittern und mit Hilfe von Security-Kräften zu Einbahnstraßen umfunktioniert. Eine Maskenpflicht beim Einkaufen gilt in den Niederlanden - anders als in Deutschland - nicht.

Die Grenzen zwischen Holland und Deutschland waren auch während des Coronavirus-Lockdowns nie geschlossen. Allerdings galt für Rückkehrer aus dem Ausland in Nordrhein-Westfalen eine zweiwöchige Quarantäne.

(dpa)