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Auch Tourismus betroffen: Niederländischer Premier Rutte warnt vor zweitem Lockdown

Auch Tourismus betroffen : Niederländischer Premier Rutte warnt vor zweitem Lockdown

Wegen steigender Fallzahlen hat die niederländische Regierung wieder Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte warnte vor einem zweiten Lockdown.

Die Gefahr der Verbreitung des Coronavirus sei groß, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag. Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort gilt erneut die Reservierungspflicht für Gäste. Sie müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

„Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern, das geht nur gemeinsam“, mahnte der Premier. Gezielt richtete sich der Premier an junge Leute. Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest.“ Viele junge Leute verhielten sich verantwortungslos. Rutte hatte wegen der schnell steigenden Corona-Infektionen seinen Urlaub vorzeitig abgebrochen.

Das Reichsinstitut für Volksgesundheit und Umwelt registrierte am Freitag innerhalb von 24 Stunden 601 Neuinfektionen, die höchste Zahl seit dem 26. April. Am Tag zuvor waren noch 426 Fälle gemeldet worden.

Die meisten Neuerkrankungen kamen aus den dicht besiedelten Regionen mit den Großstädten Amsterdam, Rotterdam und Den Haag im Westen des Landes, die Grenzprovinz Limburg im Süden ist dagegen weniger betroffen. Möglicherweise deswegen, weil die Menschen sich dort eher an die Regeln hielten oder es einfacher sei, Abstände einzuhalten, mutmaßte der Sprecher der Gesundheitsbehörde GGD gegenüber der Tageszeitung „De Limburger“.

Das Designer Outlet-Center in Roermond hat beschlossen, dass ab sofort ein Mund-Nasenschutz getragen werden muss. Hintergrund sind Covid-19-Erkrankung bei sechs Angestellten, die nach Angaben der Direktion allerdings im privaten Bereich erfolgt seien. Zwei Geschäfte sind geschlossen worden.

(hau/dpa)