ESC 2020: Eurovision Song Contest nicht in Maastricht

Enttäuschung in der Region : Kein Eurovision Song Contest in Maastricht nächstes Jahr

Diese Vorstellung hatte Fans des in der Region elektrisiert: Wird der Eurovision Song Contest im kommenden Mai in Maastricht ausgerichtet? Die Spannung war groß, als am Freitag die Entscheidung verkündet wurde.

Bis zuletzt hatten ESC-Anhänger in den Niederlanden und der deutschen und belgischen Grenzregion darauf gehofft, den weltgrößten Musikwettbewerb im Mai kommenden Jahres sozusagen vor der Haustür zu haben. Daraus wird nun nichts, wie der niederländische Rundfunk NPO in Hilversum am Freitag berichteten: Rotterdam bekam den Zuschlag.

Die Halle heißt „Ahoy“ und gehört zu den größten und besten in den Niederlanden. Im Wettbewerb gegen Maastricht hat sich damit die „sexyste Stadt der Niederlande“ durchgesetzt – so sieht es jedenfalls Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb.

Mitte Mai 2020 dürfte in Rotterdam nun eine Art Ausnahmezustand herrschen. Am 12. und 14. Mai sind die Halbfinale geplant, am 16. Mai schließlich wird dann vor den Augen von 180 Millionen europäischer (und australischer) Fernsehzuschauer entschieden. Mit dieser Zahl rechnet jedenfalls Sietse Bakker, Produzent des ESC 2020. Rotterdam sei „der am besten geeignete Ort“.

In der dortigen Veranstaltungshalle „Ahoy“ finden sogar 16.000 statt der mindestens geforderten 10.000 Zuschauer statt. Das 23 Meter hohe Dach ist auch fünf Meter höher als von der Eurovision verlangt. Und im Gegensatz zum ebenfalls sehr großen Konferenzzentrum von Maastricht sei man in Rotterdam bestens auf eine Fernsehübertragung vorbereitet: Da müsse man die Scheinwerfer nur noch in die Halterungen hängen, hieß es. Dennoch sind für die Ausrichtung des Großereignisses schon 30 Millionen Euro eingeplant.

Ein „Willkommen in Rotterdam“ verbreitete der niederländische Sänger Duncan Laurence am Freitag per Videoclip. Mit seiner Ballade „Arcade“ hatte er im Mai in Tel Aviv gesiegt und dafür gesorgt, dass die Niederlande jetzt schon zum fünften Mal einen Eurovision Song Contest (früher Grand Prix Eurovision de la Chanson) organisieren dürfen. Vorherige Austragungsorte waren Hilversum (1958), Amsterdam (1979) und Den Haag (1976 und 1980).

Das knapp 650.000 Einwohner zählende Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlande nach Amsterdam. Zum Eurovision Song Contest werden nach Angaben der Organisatoren zwischen 30.000 und 50.000 Menschen erwartet. Amsterdam hatte Anfang Juli seine Bewerbung zurückgezogen, weil die Stadt schon in diesem Jahr mit rund 20 Millionen Touristen aus aller Welt aus allen Nähten platzt.

„Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagte Rotterdams Kulturstadtrat Said Kasmi am Freitag. Ein „riesiges Festival“ stehe der Stadt bevor: „Ein Fest von allen für alle. Die Niederlande sind der Gastgeber und Rotterdam ist das Podium.“ „Sehr enttäuschend“ sei diese Entscheidung, sagte hingegen Maastrichts Bürgermeisterin Annemarie Pennte Strake. Aber sie gratulierte Rotterdam: „Ich habe natürlich keinen Zweifel, dass es sehr -schön wird.“

Nach dem Sieg des niederländischen Sängers Duncan Laurence mit der Ballade „Arcade“ beim vergangenen ESC in Tel Aviv sind die Niederlande zum fünften Mal Gastgeberland. Vorherige Austragungsorte waren Hilversum (1958), Amsterdam (1979) und Den Haag (1976 und 1980).

Das knapp 650.000 Einwohner zählende Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlande nach Amsterdam. Die Hafenstadt hatte sich nach Worten von Bürgermeister Ahmed Aboutaleb als „sexyste Stadt der Niederlande“ beworben.

Mit dem „Rotterdam Ahoy“ verfügt die Stadt über eine ausreichend große Musikhalle. Maastricht wollte als „europäischste Stadt“ den ESC ausrichten. Zu dem Eurovision Song Contest werden nach Angaben der Organisatoren zwischen 30.000 und 50.000 Menschen erwartet.

Amsterdam hatte Anfang Juli seine Bewerbung zurückgezogen, weil die Stadt schon in diesem Jahr mit rund 20 Millionen Touristen aus aller Welt aus allen Nähten platzt.

(heck/dpa)
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