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Auch Schifffahrt betroffen: Der Maas droht noch im August Wasserknappheit

Auch Schifffahrt betroffen : Der Maas droht noch im August Wasserknappheit

Die anhaltende Trockenheit sorgt für sinkende Wasserpegel in den Flüssen und damit auch für Probleme für die Schifffahrt. Der Maas als reinem Regenfluss droht bereits bald eine Wasserknappheit.

Seit Wochen sinkt der Wasserstand der Maas – langsam, aber unaufhörlich. Noch gibt es keine unmittelbare Wasserknappheit, teilt die zuständige Behörde der Rijkswaterstaat mit. Diese sei aber durchaus schon in wenigen Wochen möglich, wenn das trockene Wetter anhält.

Denn die Maas unterscheidet sich in einem Punkt besonders vom weiter östlich verlaufenden „großen Bruder“ Rhein: Sie wird hauptsächlich von Regenwasser gespeist, das über Zuflüsse aus Frankreich und Belgien in der Maas landet.

Zwischen 40 und 50 Kubikmeter Wasser führt der 870 Kilometer lange Fluss derzeit laut Rijkswaterstaat auf Höhe von Maastricht. Das ist deutlich weniger als gewöhnlich in den Sommermonaten. Von einer Wasserknappheit spricht die Rijkswaterstaat, wenn die Maas an dieser Stelle weniger als 25 Kubikmeter pro Sekunde führen würde. Das könnte bereits Mitte August der Fall sein, teilt die Behörde mit.

Die Trockenheit beeinflusst auch die Binnenschifffahrt auf dem größten Nebenarm des Rheins, der vom französischen Pouilly-en-Bassigny bis zur Mündung in Hollands Diep im Rhein-Maas-Delta führt. Da auf der Schifffahrtsstrecke zahlreiche Schleusen gelegen sind und diese große Mengen Wasser benötigen, können derzeit einige Schleusen nur wenige Male pro Tag genutzt werden.

Die große Schleuse am Maas-Waal-Kanal bei Nijmegen ist wegen Niedrigwasser sogar gänzlich gesperrt. Auf der Umleitungsstrecke sind an der nächsten Schleuse Wartezeiten von über acht Stunden aktuell keine Seltenheit. An einigen Stellen sind bereits nur noch dünne Bereiche der Maas befahrbar – gekennzeichnet durch zahlreiche „Steininseln“, etwa im Maastal bei Grevenbricht.