Bericht: Neun schwere Attacken auf JVA-Bedienstete in NRW

Bericht : Neun schwere Attacken auf JVA-Bedienstete in NRW

JVA-Bedienstete sind im vergangenen Jahr in neun Fällen durch vorsätzliche Attacken von Gefangenen verletzt worden. Das geht aus einem schriftlichen Bericht des NRW-Justizministeriums zu einer Ausschusssitzung am Mittwoch hervor.

Erfasst würden zielgerichtete, also geplante Angriffe, die zur zeitweisen Arbeitsunfähigkeit führten, hieß es aus dem Ministerium. Die Beamten erlitten meist Verletzungen wie Prellungen und Hämatome. Getötet wurde niemand.

Angriffe gab es etwa in Haftanstalten in Aachen, Remscheid, Essen, Wuppertal, Köln, Herford und Bielefeld. Die Zahl der Attacken lag in den vergangenen Jahr mit 8 (2017) und 6 (2018) etwas niedriger. 2008 waren es dagegen mit 19 Übergriffen wesentlich mehr.

Zu den vorsätzlichen Attacken kämen deutlich mehr spontane Tätlichkeiten und Widerstandshandlungen gegen Bedienstete - etwa wenn JVA-Mitarbeiter bei Schlägereien zwischen Gefangenen eingriffen, um Kontrahenten zu trennen. Zu diesen Fällen gab es für 2019 noch keine Zahlen. 2018 waren es 75 Verdachtsfälle.

(dpa)