Aachen: Netrace-Finale: Das Ergebnis unseres Online-Wettbewerbs

Aachen : Netrace-Finale: Das Ergebnis unseres Online-Wettbewerbs

Ein bisschen können sie leid tun, die zehn besten Teams des Netrace. Alle anderen Teams, die das Finale des großen Schülerwettbewerbs von unserer Zeitung und NetAachen überstanden haben, wissen seit Dienstag ihre genaue Platzierung. Sie dagegen werden ihre erst auf der Siegerehrung am 28. April erfahren. Bis dahin bleibt ihnen nur, das Kribbeln beim Blick auf die Tabelle zu unterdrücken, auf denen sie zwar am oberen Ende stehen, aber eben vorerst nur in alphabetischer Reihenfolge.

Eines hat sich beim Blick auf die Tabelle wieder bestätigt: Egal welche Schulform, egal welche Altersklasse, beim Netrace haben alle Teams eine Chance aufs Siegertreppchen. Das sieht auch Thomas Schwabe so, Sprecher des Netrace-Sponsors NetAachen: „Zehn Jahre Netrace haben gezeigt, dass weder Schulform noch Alter der Teilnehmer einen Hinweis auf die mögliche Platzierung im Finale geben.“

...der Stadt New York,... Foto: dpa

So bunt wie das Teilnehmerfeld war auch wieder der Aufgabenkatalog, den die Netrace-Organisatoren vom medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Alsdorf zusammengestellt haben. Knifflig, vielfältig, herausfordernd: So lässt sich die Mischung der von Runde zu Runde anspruchsvoller werdenden Aufgaben wohl am besten beschreiben.

...der Band Revolverheld,... Foto: dpa

„So lernen die Schüler neben den Inhalten der Netrace-Fragen vor allem zwei Dinge“, sagt NetAachen-Sprecher Schwabe. „Erstens, wie wichtig der kritische Umgang mit Informationen und Quellen ist. Und zweitens, dass man sich im Team auch gegen vermeintlich besser aufgestellte Gegner durchsetzen kann.“

...dem aus Düren stammenden Skispringer Thomas Dreßen,... Foto: dpa

Für die zehn besten Teams gibt es als Sahnehäubchen noch eine Extra-Lektion dazu: Geduld zu haben bis zur Preisverleihung.

...der ersten Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln,... Foto: Archiv

Hier und da kommt unter den Teilnehmern auch ein wenig Wehmut auf. Für die Schüler der Realschule Würselen etwa war es das letzte Netrace. Die Schule ist eine von mehreren in der Region, die in den kommenden Jahren auslaufen, das Schuljahr 2019/20 wird das letzte sein. Informatiklehrerin Carmen Cremer, seit vielen Jahren beim Netrace engagiert, geht schon vorher in den Ruhestand.

...und den Geschwistern Scholl, die den Nationalsozialisten Widerstand boten. Foto: dpa

„Die Kinder haben unheimlich viel Spaß daran gehabt“, bilanziert Schulleiterin Silvia Rudig. „Die wachsen dabei über sich hinaus.“ Seit 2010 war die Realschule in jedem Jahr dabei, anfangs mit zwölf, zuletzt noch mit zwei Teams. Die Zielsetzung des Netrace, Lese- und Medienkompetenz und Sozialverhalten zu fördern, sei richtig und wichtig, sagt Silvia Rudig. „Gerade das Lesen wird zu Hause oft nicht immer trainiert.“

Das Team „Winxclub“ hat der Schultradition jedenfalls einen würdigen Abschluss beschert — mit einem ausgezeichneten 23. Platz von 190 gestarteten Teams.

(heck)