Aachen: Negativrekord: Neun Tote auf Autobahnen der Region im Jahr 2017

Aachen : Negativrekord: Neun Tote auf Autobahnen der Region im Jahr 2017

Auf den Autobahnen im Raum Aachen bis zum Dreieck Jackerath und dem Kreuz Kerpen ist die Zahl der Unfälle im Vergleich zu den beiden Vorjahren weiter gesunken. Allerdings verloren dabei mit neun Menschen so viele ihr Leben, wie lange nicht. Auch die Zahl der Verletzten stieg an.

Insgesamt kam es auf der A544, A44, A4 und A61 in diesem Bereich mit 1573 Unfällen zu 50 Unfällen weniger als vor einem Jahr. Dabei wurden 338 Menschen verletzt, 73 davon schwer. Das ist der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre.

Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer weist mit neun den Negativrekord für diese Zeit auf. Gegen den landesweiten Trend kam es in unserer Region am Stauende mit 35 Unfällen zu elf weniger als noch im Vorjahr. Zehn Menschen wurden bei den durch Lkw verursachten Unfällen schwer verletzt. 2016 waren es noch 17. Wie im Vorjahr starb auch 2017 dabei ein Mensch.

Landesweit auffällig ist: Die Zahl der schweren Lastwagenunfälle an Stau-Enden ist in Nordrhein-Westfalen stark gestiegen. Waren es 2013 noch 135, wurden vergangenes Jahr bereits 194 solcher Lkw-Unfälle registriert. Das ist ein Anstieg um rund 44 Prozent in nur fünf Jahren.

Dies teilte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag bei der Vorlage der Verkehrsunfallstatistik 2017 mit. „Lastwagen können zu tonnenschweren Geschossen werden”, sagte Reul. Bei allen Unfällen an Stauenden - mit und ohne Lkw-Beteiligung - kamen 2017 insgesamt 19 Menschen ums Leben. 2013 waren es noch zehn Todesopfer.

Insgesamt sank die Zahl der Verkehrstoten in NRW im vergangenen Jahr laut Unfallstatistik um 40 auf 484 Menschen. Auch die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten bei Unfällen ging zurück.

(cs/dpa)
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