Düsseldorf: NDR übernimmt Düsseldorfer Arena für Eurovision Song Contest

Düsseldorf: NDR übernimmt Düsseldorfer Arena für Eurovision Song Contest

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe hat die Stadt Düsseldorf am Donnerstag ihre Multifunktionsarena für den Eurovision Song Contest an den federführenden NDR übergeben.

In den kommenden Wochen werden nun rund 100 Firmen und mehrere hundert Arbeiter aus dem Fußballstadion ein Fernsehstudio für die größte Musikshow in Europa bauen. Endlich könnten die monatelangen Planungen in die Tat umgesetzt werden, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor in Düsseldorf.

Nachdem am vergangenen Samstag das letzte Heimspiel von Fußballzweitligist Fortuna Düsseldorf in der Arena stattgefunden hatte, wurden in den vergangenen Tagen bereits der Rasen entfernt und Schwerlastplatten ausgelegt. Sechs Kräne stehen derzeit im Innenraum und hieven schwere Technik an ihren Platz.

Mit fast 350 Sattelaufliegern wird das Material zur Arena transportiert. Einen solchen Umbau habe es in dieser Form für den Song Contest noch nie gegeben, sagte der technische Leiter des ESC, Dieter Thiessen. Allein an der Decke der Arena werden bis zu 180 Tonnen Material befestigt, davon zehn Tonnen Kabel.

Ende April müssen sämtliche Aufbauarbeiten in der Arena abgeschlossen sein. Danach beginnen die Teilnehmer aus den 43 Ländern mit ihren Proben. Am 10. Mai geht es dann mit dem ersten Halbfinale los. Zwei Tage später folgt das zweite Halbfinale und am 14. Mai startet das große Finale, für das Lena Meyer-Landrut mit ihrem Song „Taken by a stranger” gesetzt ist.

Nach Angaben von ARD-Teamchef Thomas Schreiber gibt es beim Ticketverkauf einen Rekord. „In der ESC-Geschichte gab es noch nie so viele verkaufte Karten”, sagte Schreiber. So seien für die drei Shows sowie für die Generalprobe am 13. Mai bislang rund 78.000 Karten verkauft worden. Während das Finale bereits restlos ausverkauft sei, gebe es für die Halbfinals noch ausreichend Tickets. Für beide Shows seien bislang rund 15.000 Karten verkauft worden. In der Arena finden pro Veranstaltung etwa 35.000 Menschen Platz.