Naturschutzvereine in NRW verzeichnen viele neue Mitglieder

Umweltbewusstsein in NRW : Naturschutzvereine verzeichnen viele Neumitglieder

Die beiden größten Umweltvereine in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr deutlich Mitglieder gewonnen und einen Höchststand erreicht.

Mit 95.000 Mitgliedern ist der Naturschutzbund (Nabu) den Angaben nach der größte Verein, gefolgt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit gut 34.000 Mitgliedern. Beide Vereine sehen als Hauptgrund für den Nettozuwachs von knapp 4000 Mitgliedern beim BUND und rund 6600 beim Nabu ein verstärktes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. „Ein Großteil der Bevölkerung sieht, dass der Umweltschutz nicht den Stellenwert in der Politik hat, wie es sein sollte“, sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen.

Die im Kreis Wesel heimisch gewordene Wölfin und deren Schutz habe dem Nabu in dieser Region überraschend viele Neuzugänge gebracht, wie der Landesvorsitzende Heinz Kowalski sagte. Auch Artenschutz sei ein wichtiges Motiv bei der Entscheidung für eine Mitgliedschaft. Beim BUND wirke sich der „Hambi-Effekt“ aus, sagte Geschäftsleiter Jansen. Der erfolgreiche Kampf für den Erhalt des Waldes am Tagebau Hambach habe dem NRW-Landesverband im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich viele Neumitglieder gebracht.

(dpa)
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