Mönchengladbach: Nach Mord an Freund: Junger Mann kommt wegen Psychose in Psychiatrie

Mönchengladbach : Nach Mord an Freund: Junger Mann kommt wegen Psychose in Psychiatrie

Nach dem Mord an einem 17-jährigen Jungen ist der geständige Freund des Schülers in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Der 20-jährige vorbestrafte Mann sei zwar schuldunfähig, von ihm gehe aber eine Gefahr aus, teilte ein Sprecher des Landgerichts nach der Urteilsverkündung am Mittwoch mit.

Der junge Mann hatte zugegeben, den Freund am 31. Januar auf einem stillgelegten Werksgelände von hinten angegriffen und erstochen zu haben. Die Leiche wies mehr als 30 Stichverletzungen auf.

Nach Angaben des Gerichts litt der Messerstecher bei der Bluttat unter einer Psychose, also einer seelischen Erkrankung, bei der die Realität anders wahrgenommen wird. Fotos der Leiche kursierten in Mönchengladbach über das Kurznachrichten-Netzwerk Whats App.

„Ich habe meinen besten Freund getötet”, hatte der damals 20-Jährige in seiner Vernehmung gesagt. Auf dem Messer und am Tatort hatten sich später DNA-Spuren des Verdächtigen gefunden. Sein DNA-Profil war bereits in der bundesweiten Datenbank gespeichert. Der Mann ist wegen Raubs, Körperverletzung, Diebstahls, Sachbeschädigung und Drogendelikten vorbestraft. Während des Mordes stand er noch unter Bewährung. Mit seiner Entscheidung folgte die Kammer einem Antrag der Staatsanwaltschaft.

(dpa)