Köln: Nach Archiveinsturz: Köln benennt mögliche Verursacher

Köln : Nach Archiveinsturz: Köln benennt mögliche Verursacher

Die Stadt Köln hat einem Zeitungsbericht zufolge 21 mögliche Verursacher des Stadtarchiv-Einsturzes im Jahr 2009 benannt. Eine Kanzlei solle noch bis zum Ende des Jahres ein sogenanntes selbstständiges Beweisverfahren gegen die 21 Personen und Firmen bei Gericht beantragen, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger” am Mittwoch.

So wolle die Stadt verhindern, dass Schadenersatzansprüche gegen Verursacher des Unglücks vom 3. März 2009 verjährten. Eine Sprecherin der Stadt wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren. Sie sagte lediglich, es sei Kölns oberste Priorität, „dass eine Verjährung von Ansprüchen aus formalen Gründen nicht eintritt”.

Vermutlich durch eine defekte unterirdische Wand in einer geplanten U-Bahn-Haltestelle war 2009 das Kölner Stadtarchiv eingestürzt. Zwei junge Männer aus Nachbarhäusern kamen dabei ums Leben. Die Stadt Köln schätzt den entstandenen Schaden auf eine Milliarde Euro. Ein sogenanntes Besichtigungsbauwerk soll ab dem kommenden Jahr dabei helfen, die Unglücksursache zu klären.

(dpa)
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