Düsseldorf: NABU sammelt 4000 Unterschriften gegen Verkauf des Staatswaldes

Düsseldorf: NABU sammelt 4000 Unterschriften gegen Verkauf des Staatswaldes

Der Naturschutzbund (NABU) hat rund 4000 Unterschriften gegen die geplante Privatisierung von Staatswald in der Eifel gesammelt.

„Die Allianz gegen den Staatswaldverkauf und mit ihr Tausende Bürger Nordrhein-Westfalens fordern die Landesregierung dringend auf, die nun bestehenden Alternativen mit in die Planung einzubeziehen”, sagte NABU-Landeschef Josef Tumbrinck am Montag in Düsseldorf. Am Mittwoch berät der Umweltausschuss des Landtags über den Verkauf.

Gemeinsam mit anderen Organisationen überreichte Tumbrinck die Unterschriftenliste an Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU). Mit einem Verkauf von Teilflächen an die interessierte Kommune Nettersheim sowie an eine Naturschutz-Stiftung könnte zumindest gewährleistet werden, „dass die wertvollsten Waldflächen weiterhin für den Naturschutz und den Bürger zur Verfügung stünden”, beschrieb Tumbrinck mögliche Alternativen einer Privatisierung.

Die CDU/FDP-Landesregierung will die rund 2700 Hektar Wald für etwa 25 Millionen Euro an die Bofrost-Stiftung veräußern. Ein Sprecher des Düsseldorfer Umweltministeriums hatte die Kritik an der Privatisierung der Wälder bereits im Februar zurückgewiesen. Auch nach einem Verkauf werde die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder unter Naturschutz garantiert sein, hieß es. Der Verkauf sei notwendig, um den Landeshaushalt zu konsolidieren.

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