Düsseldorf/Eifel: NABU-Chef appelliert im Streit um Staatswald-Verkauf an Rüttgers

Düsseldorf/Eifel: NABU-Chef appelliert im Streit um Staatswald-Verkauf an Rüttgers

Der Naturschutzbund (NABU) hat an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) appelliert, auf den geplanten Verkauf von Staatswald in der Eifel zu verzichten.

Stoppen könne den Verkauf nur noch Rüttgers, sagte NABU-Landeschef Josef Tumbrinck am Freitag in Düsseldorf.

Entscheidend werde sein, ob Anfang April der Verkaufserlös in Höhe von 25,5 Millionen Euro im Nachtragshaushalt von der schwarz-gelben Mehrheit im Landtag beschlossen werde. Dies wolle man in letzter Minute noch verhindern.

Die CDU/FDP-Landesregierung will rund 2700 Hektar Wald an die Bofrost-Stiftung veräußern. Gemeinsam mit Bürgern und Kommunalpolitikern in der Eifel protestiert der NABU seit Monaten gegen die geplante Privatisierung. Auch die Opposition im Landtag lehnt einen Verkauf der Wälder strikt ab.

Ein Sprecher des Umweltministeriums hatte die Kritik an der Privatisierung der Wälder im Februar zurückgewiesen. Auch nach einem Verkauf werde die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder unter Naturschutz garantiert sein, hieß es. Der Verkauf sei notwendig, um den Landeshaushalt zu konsolidieren.

Erfahrungen mit einem bereits vor einigen Jahren erfolgten Verkauf kleinerer Staatswaldflächen im Bergischen Land hätten gezeigt, dass bei einer Privatisierung öffentlichen Waldes trotz bestehender Naturschutzverordnungen die Gefahr einer nicht naturverträglichen Waldbewirtschaftung bestehe, hielt Tumbrinck dem entgegen.

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