Düsseldorf/Aachen: MVA Weisweiler: Gespräche über Sonderregelung

Düsseldorf/Aachen: MVA Weisweiler: Gespräche über Sonderregelung

In die Diskussion um die kritisierten schwarz-gelben Müllpläne in NRW kommt Bewegung.

So werden sich nach Angaben des Stolberger CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz in der nächsten Woche Vertreter der Düsseldorfer Mehrheitsfraktionen und betroffene Landräte treffen, um über Sonderregelungen bei der geplanten Änderung des Abfallwirtschaftsplans zu sprechen.

Diese werden etwa von den Aachener Kreistagsfraktionen der CDU und der Grünen für die Müllverbrennungsanlage (MVA) in Weisweiler gefordert.

Der Grund: Weil der Kreis Heinsberg bei einer Änderung des Abfallwirtschaftsplans den Müll nach derzeitigem Stand nicht mehr zur MVA Weisweiler liefern müsste, würden die Müllgebühren bei den MVA-Mitbetreibern Stadt und Kreis Aachen sowie Kreis Düren kräftig steigen.

Denn die Weisweiler Anlage ist für Müllanlieferer nicht unbedingt attraktiv, weil die MVA noch bis zum Jahr 2017 abbezahlt werden muss und daher nicht so günstige Verbrennungstarife wie die Konkurrenz anbieten kann.

Wirtz verteidigt zwar grundsätzlich die geplante Öffnung des Müllmarktes, spricht sich aber vor diesem Hintergrund auch für Ausnahmen aus.

Auch der MVA-Aufsichtsrat will sich in die Diskussion einbringen. In einer Resolution, über die am Freitag abgestimmt wird, will das Gremium die Landesregierung „dringend darum bitten” zu gewährleisten, dass die Rahmenbedingungen zur Auslastung der MVA beibehalten werden, um Gebührenerhöhungen zu verhindern.

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