Würzburg/Kall/Monschau: Mordprozess gegen Autobahnschützen startet im August

Würzburg/Kall/Monschau : Mordprozess gegen Autobahnschützen startet im August

Der Autobahnschützen-Prozess gegen den Fernfahrer Michael Harry K. aus dem Eifeldorf Kall beginnt am 11. August vor dem Landgericht Würzburg. Der 58-Jährige ist des versuchten Mordes an sechs Menschen angeklagt.

Der Fernfahrer, der für eine Monschauer Spedition fuhr, soll über Jahre hinweg vom Lenkrad aus auf andere Fahrzeuge geschossen haben. Ein Projektil hatte im November 2009 eine Frau auf der A3 bei Würzburg in den Hals getroffen, sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein andermal verletzte splitterndes Glas zwei Menschen.

Insgesamt werden dem Mann 169 Fälle vorgeworfen. Die Ermittler waren dem mutmaßlichen Serientäter mit Hilfe monatelanger Kennzeichen-Erfassung auf die Spur gekommen.

Der Fernfahrer hatte nach seiner Festnahme im vergangenen Sommer gestanden, aus Verärgerung über andere Verkehrsteilnehmer zur Waffe gegriffen zu haben. Laut Bundeskriminalamt wurden mehrere Waffen und 1300 Schuss Munition bei ihm sichergestellt.

Bis 15. September sind neun Verhandlungstage geplant, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

(dpa)
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