Aachen: Mit Aktionsbündnis Anzeige gegen Tihange erstatten

Aachen: Mit Aktionsbündnis Anzeige gegen Tihange erstatten

Das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie macht erneut gegen die umstrittenen belgischen Meiler Tihage 2 und Doel 3 mobil. Gemeinsam mit weiteren Organisationen, die zur Initiative „Stop Tihange“ gehören, ruft das Aktionsbündnis dazu auf, am kommenden Samstag, 21. April, Anzeige gegen den belgischen Staat und den Betreiber der Pannenmeiler zu erstatten.

Von 14 bis 17 Uhr wollen Anti-Atom-Initiativen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden vor den Polizeistationen in Namur, Tongeren und Eupen parallel Anzeige erstatten. Gleichzeitig findet vor den Polizeistationen eine Information der Öffentlichkeit statt, wie Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie unserer Zeitung sagte.

„Es wäre toll, wenn möglichst viele Menschen persönlich Anzeige erstatten“, sagte Schellenberg. Man habe gemeinsam mit den anderen Initiativen und einem Juristen auch einen Anzeigentext erarbeitet, der unbedenklich sei. „Es kann niemandem ein Nachteil daraus entstehen, dass man die Anzeige erstatte“, sagte Schellenberg.
Der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) begrüßt die Aktion. „Das könnte ein weiteres starkes Signal setzen.“

Beteiligt sind neben dem Aachener Aktionsbündnis, die Initiativen Fin du Nucleaire (FDN), Réveil Anti Nucléaire (R.A.N.), Stop Tihange Deutschland e.V. und Stop Tihange Nederland. Ziel ist die „sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren“.

(mgu)