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Spiele 2032: Ministerpräsident Laschet schreibt Olympia an Rhein und Ruhr nicht ab

Spiele 2032 : Ministerpräsident Laschet schreibt Olympia an Rhein und Ruhr nicht ab

Nordrhein-Westfalen hat das Projekt einer Bewerbung um Olympische Spiele nicht aufgegeben. Das IOC hatte das australische Brisbane als bevorzugten Gesprächspartner ausgewählt.

„Die Städte an Rhein und Ruhr, die sich für die Olympischen Spiele bewerben wollten, machen weiter, bleiben weiter zusammen und bereiten sich auf das vor, was in den 2030er Jahren anstehen könnte“, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet am Montag auf einer Pressekonferenz zu den „Die Finals 2021“ vom 3. bis 6. Juni in Berlin und an Rhein und Ruhr.

Die Privatinitiative Rhein-Ruhr hatte eine Bewerbung um die Spiele 2032 geplant. Das Internationale Olympische Komitee entschied jedoch, das australische Brisbane als bevorzugten Gesprächspartner auszuwählen. Dadurch sind auch andere Interessenten ins Abseits gestellt worden. „Brisbane ist nun der bevorzugte Gesprächspartner. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen“, betonte der CDU-Politiker.

Im Zuge der Entscheidung für Brisbane im März kritisierte Laschet auch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) scharf. Der Spitzenverband des deutschen Sports habe kein Gespür, „was sich im IOC“ tue. Der Regierungschef hatte sich über die Vorentscheidung für Brisbane gewundert. „Wir hätten alles geliefert, was man braucht, wenn wir gewusst hätten, dass so kurzfristig entschieden wird.“

Da die Aussicht gering ist, dass das IOC doch noch andere Interessenten zum Auswahlverfahren für 2032 zulassen könnte, käme für eine deutsche Sommerspiele-Bewerbung erst 2036 oder später infrage. Ob Deutschland 100 Jahre nach den Nazi-Spielen 1936 in Berlin Olympia-Schauplatz sein sollte, ist umstritten.

(dpa)