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Verstöße gegen Kontaktverbot: Mini-Demo gegen Corona-Einschränkungen aufgelöst

Verstöße gegen Kontaktverbot : Mini-Demo gegen Corona-Einschränkungen aufgelöst

Verstöße gegen die Corona-Schutzregeln halten die Polizei in NRW weiterhin beschäftigt. Alleine in der Städteregion Aachen gab es am Wochenende 16 Einsätze, auch wegen einer Mini-Protestdemo.

Gegen das Kontaktverbot gemäß der Coronavirus-Schutzverordnung wird auch in der Städteregion hier und da verstoßen. Die eingesetzten Beamten führten viele ermahnende Gespräche, mussten zehn Vorgänge fertigen und erteilen mehrere Platzverweise.

Auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz in Aachen trafen sich am Samstag sogar zehn Personen zu einer Spontanversammlung unter dem Motto „Freiheit für Grundrechte“. „Da der Anmelder keine Ausnahmegenehmigung der Stadt Aachen vorweisen konnte, lösten die eingesetzten Polizisten die Versammlung auf“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten erteilten Platzverweise und leiteten ein Strafverfahren ein.

Am Freitag zuvor hatte es im Stolberger Bethleheim-Krankenhaus einen weiteren Vorfall gegeben. Ein 28-jähriger Mann wollte dort behandelt werden, ein zwingender Notfall lag allerdings nicht vor. Der diensthabende Arzt forderte den Mann auf, aus Hygieneschutzgründen einen Mundschutz anzulegen. Das wollte der 28-Jährige nicht tun; verlassen wollte er das Krankenhaus auch nicht. Das Personal rief die Polizei zu Hilfe.

Auch dem ausgesprochenen Platzverweis der eingetroffenen Beamten kam der Mann nicht nach. Schließlich wurde der Uneinsichtige auf Anordnung eines Richters – und nach ärztlicher Begutachtung – bis zum folgenden Morgen in polizeiliche Obhut genommen.

Zahl der Verstöße in NRW nimmt ab

In Nordrhein-Westfalen verzeichnete die Polizei am vergangenen Wochenende weniger Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Wie das Innenministeriums am Montag mitteilte, mussten die Beamten seltener eingreifen als zuvor am Osterwochenende.

Vom vergangenen Freitag bis Sonntag habe es in NRW 1213 Ordnungswidrigkeiten und 38 Straftaten gegeben - deutlich weniger als am langen Wochenende von Karfreitag bis Ostermontag, das allerdings einen Tag länger dauerte. Über Ostern wurden 1734 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht und 68 Strafanzeigen gestellt.

Über Ostern hatte die Polizei an vier Tagen landesweit 5095 Mal eingreifen müssen (Erwachsene 3629, Jugendliche 1177, Kinder 289). Am vergangenen Wochenende gab es Maßnahmen gegen insgesamt 3513 Personen im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. 2739 Mal waren Erwachsene beteiligt, 631 Mal waren Jugendliche und Heranwachsende, nur 143 Mal Kinder involviert.

(red/pol/dpa)