Düsseldorf: Meisner beendet Missionale Düsseldorf mit Gottesdienst

Düsseldorf: Meisner beendet Missionale Düsseldorf mit Gottesdienst

Mit einer Festmesse hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner an Fronleichnam die „Missionale Düsseldorf 2009” beendet. „Gott hat ein Recht auf diese Stadt”, rief er den Teilnehmern am Donnerstag in der Landeshauptstadt zu.

Wo man ihm dieses Recht nehme, verliere auch immer der Mensch sein Recht. Deshalb seien die Christen in den vergangenen zehn Tagen auf die Straße gegangen, um die Menschen mit dem Evangelium bekanntzumachen.

Die Glaubensaktion der katholischen Kirche in Düsseldorf unter dem Motto „Öffnet die Türen für Christus” hatte am Pfingstmontag begonnen. Im Stadtgebiet gab es mehr als 400 Veranstaltungen.

Meisner warnte vor einer gottlosen Welt. Wer im privaten und gesellschaftlichen Leben den Glauben ausklammere, der führe sich und die Menschen am Sinn des Lebens vorbei. „Unsere Kirche ist kein Zweckverband zur Durchsetzung religiöser Interessen.”

Arbeitende Welt und Kirche gehörten zusammen, so der Kardinal. Die Zehn Gebote etwa seien Norm auch für die Arbeitswelt. Sie garantierten, „dass die Arbeit nicht zum Götzen degeneriert”. Auch schützten sie die Arbeiter vor Ausnutzung und Ausbootung.

„Die Missionale geht zu Ende, aber der Missionsauftrag bleibt”, so der Kardinal. Christen könnten unmöglich von dem schweigen, was sie von Gott erführen.

Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Gemeinde in der Fronleichnamsprozession durch die Stadt. Die Missionale endete am Nachmittag mit einem Stadtfest.

Die Organisatoren wollten nach eigenen Angaben an den „Schwung des Weltjugendtages 2005 in Köln anknüpfen”. Meisner hatte die Missionale als Modell auch für andere Städte und Regionen bezeichnet.

Er selbst diskutierte vergangene Woche zusammen mit rund 70 Priestern der Erzdiözese Köln auf den Straßen mit Passanten. Wiederholung nicht ausgeschlossen Unterdessen zogen die Veranstalter eine positive Bilanz.

„Die Missionale hat Düsseldorf in dieser Zeit geprägt”, sagte der Geschäftsführer der Katholischen Kirche in Düsseldorf, Michael Hänsch, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

„Wir sind sehr zufrieden und dankbar. Die Resonanz war sehr groß.” Überrascht habe ihn, dass selbst zu Vormittagsveranstaltungen mehrere Hundert Besucher gekommen seien.

Zu den Höhepunkten habe die tägliche Stadtkatechese im Maxhaus gezählt, darunter die mit Kurienkardinal Paul Josef Cordes und Kapuzinerpater Paulus Terwitte.

Daneben habe es besonders in den Stadtteilen „witzige, freche und trotzdem fromme” Veranstaltungen über Glaube und Gott gegeben. Eine Wiederholung der Missionale in einigen Jahren schließe er nicht aus, so Hänsch.

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