Recklinghausen: Mehr Geld für den Sport in Nordrhein-Westfalen

Recklinghausen : Mehr Geld für den Sport in Nordrhein-Westfalen

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen bekommt mehr Geld aus dem Landeshaushalt. Bis 2022 sollen insgesamt 210 Millionen Euro für die Förderung von Breiten- und Leistungssport fließen.

Das sieht eine Vereinbarung vor, die Sport-Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) und die Spitzen des Landesportbunds am Samstag in Recklinghausen unterschrieben haben. Pro Jahr soll der Sport damit 42 Millionen Euro aus der Landeskasse erhalten, fast acht Millionen Euro mehr als bisher.

Die finanziellen Zusagen des Landes sicherten die nötige Planungssicherheit für die 125 Mitgliedsorganisationen des Landessportbunds, sagte der LSB-Vorstandsvorsitzende Christoph Niessen. Etwa vier Fünftel der Sportfördermittel des Landes werden den Angaben zufolge an die Sportverbände und die einzelnen Vereine weitergegeben. In NRW gibt es rund 18.500 Sportvereine.

In der Vereinbarung zwischen Landesregierung und LSB werden auf insgesamt elf Feldern eine Reihe von Zielen festgelegt. So soll unter anderem die Zahl der Vereine mit Angeboten für Kinder unter sechs Jahren um zehn Prozent steigen. Bislang machen etwa 3600 Vereine solche Angebote. Im Leistungssport soll die Förderung von Nachwuchsathleten deutlich ausgebaut werden. Die Sportschulen sollen zusätzliche Lehrer-Trainer-Stellen erhalten. Auch der paralympische Sport soll gestärkt werden. Für die Sportvereine soll es Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten gegen sexualisierte Gewalt geben.

Vorrangiges Ziel sei es, möglichst vielen Menschen die Teilnahme an auf ihre jeweilige Lebenssituation zugeschnittenen Sport- und Bewegungsangeboten in den Sportvereinen zu ermöglichen. Die besondere Aufmerksamkeit gelte dabei Kindern und Jugendlichen. „Wir werden engagiert daran arbeiten, ihnen ein bewegtes Aufwachsen zu ermöglichen”, kündigte Milz an.

(dpa)