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Immer größere Betriebe: Mehr als jedes vierte Schwein in Deutschland wird in NRW gehalten

Immer größere Betriebe : Mehr als jedes vierte Schwein in Deutschland wird in NRW gehalten

Mehr als jedes vierte Schwein in Deutschland wird in Nordrhein-Westfalen gehalten. Klar erkennbar ist der Trend, dass es immer weniger Betriebe mit immer mehr Tieren gibt. In der Region werden vergleichsweise wenige Schweine gehalten.

Lediglich Niedersachsen hat einen noch höheren Schweinebestand, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Bei den Rindern wird demnach rund jedes achte Tier in NRW gehalten, neben Niedersachsen hat hier auch Bayern einen höheren Bestand. Etwa drei Viertel der rund 34.000 landwirtschaftlichen Betriebe in NRW halten Vieh – mehr als die Hälfte davon lebt von der Viehhaltung.

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Landwirtschaft insgesamt einen grundlegenden Strukturwandel erfahren. Auch die Viehhaltung hat sich hierdurch stark verändert: Zunehmende Spezialisierungen haben dazu geführt, dass in allen Bereichen der Viehhaltung immer weniger Betriebe immer größere Tierbestände halten. So wurden im November 2019 mehr als zwei Drittel der 6,93 Millionen Schweine in NRW in Betrieben mit mindestens 1000 Tieren gehalten. Dieser Anteil ist stetig größer geworden.

Mit Abstand die meisten Schweine werden im Regierungsbezirk Münster gehalten: 2019 waren hier 60,7 Prozent aller Schweine in Nordrhein-Westfalen untergebracht. Der Regierungsbezirk Detmold wies mit einem Anteil von 21,0 Prozent den zweithöchsten Anteil am Schweinebestand auf. Die übrigen Schweinebestände verteilten sich auf die Regierungsbezirke Arnsberg, Düsseldorf und Köln, wobei die Schweinehaltung im Regierungsbezirk Köln, zu dem auch die Region zählt, mit einem Anteil von 0,8 Prozent nur eine sehr untergeordnete Rolle spielte.

(jas/dpa)