Kerkrade: Martin-Buber-Plakette für Prinzessin Irene

Kerkrade: Martin-Buber-Plakette für Prinzessin Irene

Die Martin-Buber-Plakette geht in diesem Jahr an Prinzessin Irene der Niederlande. Die Schwester von Königin Beatrix erhält die Auszeichnung, weil sie sich für die Verbundenheit der Menschen eingesetzt, sich selbst trotz ihres Adelstitels nur als eine unter vielen ansieht, und weil sie sich für die Natur einsetzt.

Die Schwester von Königin Beatrix engagiere sich für die Natur als Lebensgrundlage der Menschheit, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums, Werner Janssen, am Mittwoch. Die Laudatio bei der Verleihung am 8. Oktober in Kerkrade halten der Gründer des Notärzte-Komitees Cap Anamur, Rupert Neudeck, und der niederländische Wissenschaftler Mathijs Schouten.

Der deutsch-niederländische Preis aus Urkunde und Medaille lehnt sich an den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und sein „dialogisches Prinzip” der Mitverantwortung an. Der Preis wird jährlich im Rahmen des Kultur- und Wissenschaftsfestivals Euriade an Menschen verliehen, die ein offenes Ohr für die Probleme und Nöte ihrer Mitmenschen haben.

Die Preisträgerin 2010 plädiere für den sorgfältigen Umgang mit der Natur für den Erhalt, ungeachtet wirtschaftlicher Interessen. „Sie spricht sogar in einem ihrer Bücher vom Dialog mit der Natur”, sagte Janssen. Die Prinzessin sehe die Natur als Basis für das Wohlbefinden des Menschen und für seine Existenz. „Sie kümmert sich um die Natur als wäre sie der Kern des Menschen”, sagte Janssen.

Bisherige Preisträger waren Richard von Weizsäcker, Waris Dirie, Klaus Maria Brandauer, Herman van Veen, Karlheinz Böhm, Helmut Schmidt und Michail Gorbatschow.

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