Marode Brücken sorgen vermehrt für Baustellen auf Autobahnen in NRW

Top 10 der Baustellen in NRW : Auf diesen Autobahnen staut es sich im neuen Jahr

Viele Autofahrer werden im neuen Jahr auf ihre altbekannten Stau-Strecken treffen - und neue kommen hinzu. Immer häufiger sind Arbeiten an maroden Brücken der Grund.

Auch 2019 werden viele Staus die Nerven von Pendlern und Reisenden auf Autobahnabschnitten in Nordrhein-Westfalen strapazieren. Die größten Belastungsproben warten wieder auf diversen Strecken der Autobahn 1. Hauptursache: Baumaßnahmen an Brücken. Die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in Leverkusen hat für die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf die Baustellen mit dem höchsten Staurisiko an den neuralgischen Anschlussstellen (AS), Autobahnkreuzen (AK) und -dreiecken (AD) errechnet. Hier die Top 10 für 2019:

  • A1 AS VOLMARSTEIN - AK DORTMUND/UNNA: Hier muss die Brücke Volmarstein ersetzt werden. Wegen räumlicher Zwänge kann der Verkehr in beiden Richtungen nur über jeweils zwei Streifen geführt werden. Die laufenden Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2020. Zudem wird in diesem Quartal im Bereich Hengstey mit einer weiteren Brückenbaustelle begonnen. Das Ende dieser Arbeiten ist für das dritte Quartal 2022 eingeplant.
  • A1 AK DORTMUND/UNNA - AK HAGEN: Mehrere Brücken-Baumaßnahmen werden hier in den nächsten Jahren zu Engpässen führen. Einige laufen bereits, andere beginnen erst im dritten Quartal. Spätestens im Herbst 2020 soll alles fertig sein.
  • A1 AK LEVERKUSEN - AK LEVERKUSEN-WEST - AK KÖLN-NORD: Auf der A1 zwischen den Kreuzen Leverkusen und Köln-Nord hindern in beiden Richtungen Lkw-Sperranlagen Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen daran, über die marode Brücke zu fahren. Neben diesem Nadelöhr führen im weiteren Streckenverlauf Ausbauten im Kreuz Köln-Nord zu Staus. Voraussichtliches Bauende: viertes Quartal 2020.
  • A40 AS DUISBURG-HOMBERG - AS DUISBURG-HÄFEN: Die Rheinbrücke Neuenkamp muss wegen Bauwerksschäden erneuert werden. Bis die neue Rheinbrücke fertig ist, muss die Zahl der freigegebenen Fahrstreifen aus statischen Gründen reduziert werden. Auch hier ist seit November eine Lkw-Waage in Betrieb. Gewogen wird zunächst nur in Fahrtrichtung Essen. Eine Anlage für die Fahrtrichtung Venlo soll im Frühjahr folgen. Bis Ende 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
  • A42 AK DUISBURG-NORD - AS DUISBURG-BAERL: Auf der A42 wird schon seit 2015 an den Brücken gearbeitet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung im Ruhrgebiet sind hier seitdem regelmäßig Staus zu beobachten. In diesem Quartal werden weitere Brückenarbeiten in Angriff genommen, die spätestens im Herbst beendet sein sollen.
  • A43 AS RECKLINGHAUSEN-HERTEN - AK HERNE: Die A43 ist in dem Bereich nicht mehr ausreichend für das Verkehrsaufkommen gerüstet. Hier wird auf drei verschiedenen Streckenabschnitten sechsstreifig ausgebaut. Teils laufen die Arbeiten schon, teils sind sie erst für das dritte Quartal eingeplant. Ein Abschnitt soll schon bis Jahresende fertig werden, der letzte erst Anfang 2022.
  • A45 WESTHOFENER KREUZ - AS LÜDENSCHEID-NORD: Auf der Lennetalbrücke muss in Fahrtrichtung Süden ein Fahrstreifen reduziert werden, um die nötige Rettungsgasse zu gewährleisten. Daher wird auch 2019 in den Spitzenstunden mit großen Staulagen in beiden Richtungen gerechnet. Die bereits laufenden Arbeiten sollen bis Jahresende beendet sein.
  • A46 HAAN-OST - AS WUPPERTAL-BARMEN: Im gesamten Bereich werden Fahrbahnen und Brücken saniert. Wegen der hohen Verkehrsbelastung werden die Baumaßnahmen die Staulagen verschärfen. Die am längsten dauernde Baumaßnahme in diesem Bereich wird die Geduld der Autofahrer noch bis 2026 auf die Probe stellen.
  • A52 AS ESSEN-RÜTTENSCHEID - AD ESSEN-OST: Die A52 wird südlich des AD Essen-Ost komplett saniert. Auch hier werden im dritten Quartal 2019 erste Brückenbaumaßnahmen eingeleitet, die voraussichtlich bis 2022 dauern.
  • A565 AS BONN-HARDTBERG - AS BONN-BEUEL: Im Bonner Stadtgebiet müssen Brücken modernisiert und die Strecke ausgebaut werden. Die laufenden Arbeiten erstrecken sich bis zum vierten Quartal 2020.

(dpa)
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