1. Region

Handelsverband NRW: Lockdown vor Weihnachten wäre „eine Katastrophe“

Handelsverband NRW : Lockdown vor Weihnachten wäre „eine Katastrophe“

In der Debatte um verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen und mögliche Geschäftsschließungen vor Weihnachten hofft der Handelsverband Nordrhein-Westfalen auf eine frühzeitige Ankündigung der Maßnahmen.

„Es sollte keine Aktion von heute auf morgen wie im ersten Lockdown werden, damit die Kunden nicht in Panik verfallen und sich gut darauf vorbereiten können“, sagte eine Sprecherin des Verbands am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. So könne ein Ansturm mit langen Schlangen vor Geschäften ausbleiben. Den habe der Verband auch für Samstag befürchtet, denn der Tag vor dem dritten Advent sei traditionell der kaufstärkste.

Eine Schließung der Läden vor den Feiertagen wäre „eine Katastrophe“, so die Sprecherin weiter. Das Weihnachtsgeschäft sei die umsatzstärkste Zeit des Jahres, in der die Händler teilweise ein Viertel ihrer Einnahmen verbuchen. Auch ohne harten Lockdown sei aktuell bereits wenig los in den Innenstädten. Laut eigenen Umfragen liege die Frequenz in diesem Jahr lediglich bei 40 Prozent.

Die große Frage sei, ob alle Händler eine zweite Schließung überstehen würden. Daher habe der Handelsverband die Empfehlung an die Kunden, sich beim Kauf nicht an die üblichen großen Händler zu wenden. Denn auch viele kleinere Geschäfte hätten sich mittlerweile digital aufgestellt. „Für die Lieblingsläden an der Ecke ist das überlebenswichtig“, betonte die Sprecherin.

(dpa)