Lkw stürzt auf Autobahn A61 bei Bedburg um: Vollsperrung bis abends

Bedburg/Titz : Tanklaster in Autobahnbaustelle umgestürzt: A61 erst abends wieder frei

Bei einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn A61 zwischen Kreuz Jackerath und Kreuz Kerpen ist am Montagmorgen der 37-jährige Lkw-Fahrer schwer verletzt worden. Die Autobahn musste zwischen Jackerath und Bedburg den halben Tag über voll gesperrt werden. Der Stau erreichte zeitweise zehn Kilometer Länge. Die Sperrung konnte erst am späten Abend wieder aufgehoben werden.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben eines Sprechers der zuständigen Autobahnpolizei Köln um 6.50 Uhr. Der in Richtung Kreuz Kerpen/Koblenz fahrende Silotransporter geriet in einem Baustellenbereich zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr auf die seitliche Böschung. Als der Fahrer versuchte, die Kontrolle über den 40-Tonner zurückzugewinnen, geriet dieser ins Schlingern, krachte gegen die linke Leitplanke und stürzte schließlich um. Der auf der Seite liegende Sattelschlepper blockierte beide Fahrspuren, die aus Maismehl bestehende Ladung verteilte sich auf dem Asphalt.

Der Fahrer wurde zwar entgegen ersten Meldungen nicht in seiner Kabine eingeklemmt, erlitt aber schwere Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus, nach ersten Angaben hatte er sich offenbar einen Knochenbruch zugezogen.

Die Autobahmeisterei Titz sperrte die A61 in Richtung Kerpen voll. Der havarierte Lastwagen konnte erst aufgerichtet werden kann, als das Maismehl abgepumpt worden war. Dafür musste ein Spezialfahrzeug herbeigeholt werden. Auch musste die beim Unfall beschädigte Fahrspurbegrenzung - eine spezielle Leitplanke am Baustellenbereich - wieder repariert werden.

Der Verkehr staute sich über Stunden kilometerlang. „Aufgrund von Schaulustigen bildete sich auf der Gegenfahrbahn ein Stau von 8000 Metern“, hieß es in einer Pressemeldung der Polizei vom Nachmittag.

Die Polizei riet Verkehrsteilnehmern, den Unfallbereich weiträumig zu umfahren. Ab Kreuz Jackerath wurde der Verkehr über die A44 in Richtung Aachen geleitet. Die Autofahrer hinter der Unfallstelle mussten besonders viel Geduld haben: Es dauerte bis gegen 11 Uhr, bis sie wenden durften und zur nächsten Abfahrt zurückfahren konnten.

Hofften die Helfer zunächst noch, die Bergung bis etwa 16 Uhr über die Bühne zu bekommen, dauerte die Sperrung schließlich noch bis kurz vor 22 Uhr an.

(heck)