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Auch Regionalexpress 1 betroffen: Letzte Abellio-Züge fahren schon früh am Abend des 31. Januar

Auch Regionalexpress 1 betroffen : Letzte Abellio-Züge fahren schon früh am Abend des 31. Januar

Wenn die Bahnfirma Abellio am Monatsende aus dem Markt ausscheidet, reißt das Lücken in den Fahrplan. Denn auf den Abellio-Linien, darunter der RE1, fährt der letzte Zug am 31. Januar deutlich früher als normalerweise.

Das teilten die drei Verkehrsverbünde VRR, NWL und NVR am Mittwoch mit. Der Betrieb wird je nach Linie grob gesagt um 20 Uhr eingestellt.

Grund für den frühen Zeitpunkt an dem Abend ist, dass die Abellio-Züge bis Mitternacht zu Übergabepunkten rollen müssen, wo Nachfolge-Linienbetreiber sie übernehmen. Es geht zum Beispiel um den RE1 (Hamm-Aachen), RE19 (Düsseldorf-Arnheim) und die S7 (Solingen - Wuppertal).

Der RE1 fällt nach Angaben der Bahn ab dem 31. Januar um 19.45 Uhr aus. Das gilt bis etwa 0.45 Uhr in Richtung Köln und 2.20 Uhr in Richtung Dortmund. Alternativ kann im Bereich zwischen Aachen und Köln der RE9 verwendet werden. Zudem verkehren Non-Stop-Busse zwischen Aachen und Köln (jeweils zwischen den Hauptbahnhöfen) sowie Busse zwischen Aachen und Düren.

Die Fahrten des RE 1 werden anschließend von dem Betreiber National Express durchgeführt.

Einen Überblick gibt es im Internet auf der Seite https://www.mobil.nrw/betreiberwechsel. Dort ist auch einsehbar, wo die Fahrgäste mit ihren Abo-Tickets auf den Fernverkehr umsteigen dürfen. Zudem sollen sie auf andere S-Bahnen und Regionalbahnen ausweichen.

Am 1. Februar übernehmen dann DB Regio, National Express und Vias die Strecken – am Vormittag sollen die Züge pünktlich losrollen, dann unter Regie des Nachfolge-Unternehmens. Noch bis zum 27. Februar gilt ein Übergangsfahrplan, der auf den bisherigen Abellio-Linien wegen Personalmangels insgesamt weniger Züge vorsieht. Danach soll es auf den Strecken wieder Normalverkehr geben.

Abellio ist bislang das zweitwichtigste Regionalverkehr-Unternehmen in NRW, jeder sechste gefahrene Zugkilometer im Nahverkehr geht auf das Konto der Tochter der Niederländischen Staatsbahn. Die Zahlen der Abellio Rail GmbH sind seit langem tiefrot. Nachverhandlungen mit den Verkehrsverbünden über bessere Konditionen zerschlugen sich. Daraufhin steuerten die Nahverkehrsverbünde um und vergaben die Linien zum 1. Februar an die drei anderen Bahnunternehmen. Es ist das erste Mal in Deutschland, dass so eine große Firma aus dem vor gut zwei Jahrzehnten liberalisierten Bahnmarkt ausscheidet.

(dpa)