Gangelt/Geilenkirchen/Landgraaf: Leichensuche in Teverener Heide: Großbagger im Einsatz

Gangelt/Geilenkirchen/Landgraaf: Leichensuche in Teverener Heide: Großbagger im Einsatz

Die Suche nach der Leiche eines vor fast 20 Jahren vermutlich bei einem Kapitalverbrechen ums Leben gekommenen Mannes in der Teverener Heide geht weiter. Am Montag kamen wieder zwei Großbagger zum Einsatz und fraßen sich mit ihren Schaufeln immer tiefer ins Erdreich.

Die Stelle, an der das Opfer in einer Mülltonne vergraben worden sein soll befindet sich auf Gangelter Gebiet des Naturschutzgebietes Teverener Heide. Hier wurde seinerzeit Ton und Kies abgebaut. Die bis über 20 Meter tiefe Grube wurde ab 1996 verfüllt.

Als nach intensiven Ermittlungen der niederländischen Behörden und einem Hinweis auf die Stelle, wo der Tote liegen soll im August der entstandene See abgepumpt wurde, fiel dies natürlich Menschen auf. Zum einen durch den Tagelang viel mehr Wasser führenden Rodebach, zum anderen an einem erhöhten Wasserstand des Mosamsees nebenan. Daneben waren über Tage verteilt rund 200 THW-Helfer aus ganz NRW mit dem Abpumpen beschäftigt und rückten mit Dutzenden Fahrzeugen an. Nur die Führungskräfte waren über die tatsächliche Ursache für die Arbeiten informiert.

Anderen Helfern sowie Pilzesammlern und Spaziergängern wurde erzählt, dass hier vor vielen Jahren Schadstoffe abgelagert worden seien. Nach dem Leerpumpen des Sees wurden auch speziell für die Leichensuche ausgebildete Hunde eingesetzt. Auch das niederländische Militär war schon mit Spezialgeräten am Einsatzort. Am Montagmorgen liefen zahlreiche TV-Teams aus Deutschland und den Niederlanden am Einsatzort auf und filmten das Geschehen.