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Generell weniger Unfalltote: Leere Straßen in NRW auch zum Start der Osterferien

Generell weniger Unfalltote : Leere Straßen in NRW auch zum Start der Osterferien

Die Osterferien haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen mit leeren Straßen begonnen. Landesweit meldete der WDR um kurz nach 10.00 Uhr morgens gerade einen Kilometer Stau.

Normalerweise gibt es zum Ferienbeginn volle Straßen und Verkehrsbehinderungen vor allem in Richtung Süden und Westen in die Niederlande und Belgien. NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hatte am Vortag ausdrücklich appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten.

Das betreffe nicht nur Reisen und Tagesausflüge innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern auch die beliebten Reisen in die Niederlande und nach Belgien. Offiziell verboten seien Urlaube in den Nachbarländer zwar nicht. „Aber Sie haben natürlich keine Möglichkeit Ihren Urlaub da zu verbringen, weil Sie nirgendwo hingehen können“, hatte Holthoff-Pförtner gesagt.

Die Bürger sollten trotz der milden Temperaturen möglichst auf Ausflüge in die Natur verzichten, hatte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag betont. „Aber das wollen viele. Zu viele. So viele, dass das Abstandhalten auch auf Waldwegen, in Parks, an Seen, an Flüssen nicht klappt.“ Verboten sind Fahrten zwar nicht, Kommunen haben aber an besonders frequentierten Naherholungszielen intensive Kontrollen angekündigt. Nach den NRW-Kontaktauflagen wegen des Coronavirus dürfen in der Öffentlichkeit höchsten zwei Personen zusammentreffen. Ausnahmen gelten für Familien.

Weniger Unfalltote dank Corona?

Im Zuge der Corona-Krise kommt es aber nicht nur zum Start der Osterferien zu wenig Verkehr auf den Straßen. Generell gebe es ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen. Weshalb wohl auch die Statistik der Unfalltoten im Straßenverkehr gesungen ist. Lediglich 23 Menschen kam im vergangenen Monat im Land bei Verkehrsunfällen ums Leben, teilte ein Polizeisprecher in Duisburg auf dpa-Anfrage mit. Im März 2019 seien es 37 Tote gewesen. Der Rückgang beträgt somit 38 Prozent.

Die Polizei warnte davor, die freieren Straßen zu nutzen, um zu rasen. Die Tempokontrollen seien keineswegs ausgesetzt. Die Polizei schreite konsequent ein.

(dpa)