Bonn: Lebenslang für Annas Pflegemutter gefordert

Bonn: Lebenslang für Annas Pflegemutter gefordert

Im Bonner Prozess um den gewaltsamen Tod des neunjährigen Pflegekindes Anna hat die Staatsanwaltschaft für die angeklagte Pflegemutter lebenslange Haft gefordert.

Das Gericht wurde außerdem aufgefordert, eine besondere Schwere der Schuld festzustellen, was bedeuten würde, dass eine Entlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen wäre.

Die Pflegemutter habe das Kind ermordet, indem sie es in der Badewanne minutenlang unter Wasser getaucht habe, sagte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Donnerstag in seinem Plädoyer vor dem Bonner Landgericht. Er sah niedere Beweggründe und Heimtücke als erwiesen an.

Besonders erschwerend sei, dass die 52-Jährige das Pflegekind über ein Jahr lang massiv misshandelt habe. Ihren gleichaltrigen Mann sieht die Staatsanwaltschaft als Mitläufer. Für ihn forderte sie neun Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Anna war einem gerichtsmedizinischen Gutachten zufolge gestorben, nachdem sie 2010 in der Badewanne länger als drei Minuten unter Wasser getaucht worden war.

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