Fotowettbewerb „Blende 2019“: Laut, still und ganz besonders

Fotowettbewerb „Blende 2019“ : Laut, still und ganz besonders

Unser beliebter Fotowettbewerb „Blende“ geht in die nächste Runde. Zu drei Themen können Sie Ihre besten Bilder einreichen.

Mit dem Fotowettbewerb „Blende 2019“ bieten wir Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, auch in diesem Jahr die Chance, dass Ihre besten Aufnahmen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zeigen Sie uns Ihr fotografisches Können – nicht nur die Kamera ist entscheidend, sondern auch Ihr Auge für Motive. Lassen Sie uns teilhaben an Ihrer fotografischen Interpretation der Wirklichkeit, zeigen Sie uns Ihr Können, Ihre Kreativität, Ihr Spiel mit Zeit und Blende!

Die nachträgliche Bearbeitung der Fotos am Computer ist beim „Blende“-Wettbewerb nicht ausdrücklich untersagt. Sie sollten Photoshop dennoch nur mit Bedacht einsetzen: Bilder, bei denen der Bearbeiter in übertriebener Form an den Reglern dreht, fallen in aller Regel negativ auf und haben wenig Chancen bei unserer Jury.

Wenn Sie mit Ihren Aufnahmen zu den Siegern unserer Zeitung gehören, erhalten Sie in der bundesweiten Endausscheidung des Wettbewerbs eine zusätzliche Chance: Unser Partner, die Prophoto GmbH, hat dafür Sachpreise im Gesamtwert von mehr als 40.000 Euro ausgelobt. In der Vergangenheit waren unsere Leserinnen und Leser auf der Bundesebene bereits sehr erfolgreich. Mit Spannung erwarten wir bis zum 6. September Ihre Bilder zu den vorgegebenen Themen:

„Nightlife“: Fangen Sie die berauschende Stimmung im Club ein oder halten Sie das nächtliche Treiben auf den Straßen fest. Kameras mit lichtstarken Objektiven spielen hier ihre Stärken aus, doch sind auch mit guten Smartphone-Kameras Schnappschüsse möglich. Eine illuminierte Skyline fällt nicht in die Kategorie Nachtleben, wobei es nicht zwingend notwendig ist, Menschen genau erkennen zu können. Geeignete Locations sind zum Beispiel Bars, Straßenfeste beziehungsweise Straßen generell, Restaurants und Clubs. Auch inszenierte Bilder sind hier möglich, doch sollten sie stimmungsvoll und nicht gestellt wirken. Standard-Partybilder sind hier nicht gefragt. Stellen Sie bitte auch sicher, dass die abgebildeten Menschen mit einer Veröffentlichung einverstanden sind.

„Special Moments“: Besondere Momente definiert jeder von uns anders. Aus diesem Grund überlassen wir es Ihnen, ob Sie einen Sonnenuntergang, den Geburtstag mit der Familie, eine Hochzeitstorte oder einen anderen für Sie wunderschönen Moment festhalten möchten. Fangen Sie für den Betrachter die Emotionen ein, so dass er versteht, warum Sie auf den Auslöser gedrückt haben. Dieses „Blende“-Thema bietet Ihnen also alle Freiheiten. Überraschen Sie uns!

„Blumen“: Unser Thema für die große Gruppe der begeisterten Naturfotografen! Blumen machen jedes Zimmer freundlicher und wohnlicher, in der Natur beeindrucken Sie mit ihren wunderschönen Farben und Formen. Ob Sie für Ihren Beitrag eine Nahaufnahme einer einzelnen Blüte oder ein ganzes Blumenmeer wählen, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist lediglich, dass das Motiv nicht durch andere Elemente gestört wird.

Oft versuchen Hobbyfotografen, die Schönheit einer Blüte inklusive ihrer Umgebung einzufangen. Dies führt häufig dazu, dass zum Beispiel ungeordnete Blätter, Schilder, Mülleimer oder der Boden vom Hauptmotiv ablenken. Konzentrieren Sie sich gerade bei Ihren ersten Versuchen auf nur ein Element und testen Sie verschiedene Techniken. Denn je nachdem, welches Ergebnis erzielt werden soll, gilt etwa bei der Einstellung der Blende: Je weiter sie geöffnet ist, desto weniger Schärfentiefe und, im Umkehrschluss, je weiter sie geöffnet ist, desto mehr Tiefenschärfe wird abgebildet.

Geben Sie nicht der Verlockung nach, Blumen nur von oben zu fotografieren. So lässt sich zwar die Fülle der Blüte einfangen. Aber probieren Sie auch mal, nur einen Teilbereich abzulichten oder die Froschperspektive anzuwenden. Vom Standard abweichende Bildausschnitte und Perspektiven können zu spannenden Fotos führen.

Fotografieren mit wenig Licht

Wer sich mit dem „Blende“-Thema „Nightlife“ beschäftigt, der muss sich auch mit der Problematik des Fotografierens bei wenig Licht auseinandersetzen. Die gute Nachricht vorab: Noch nie war es so einfach wie heute, überzeugende Low-Light-Fotos zu schießen. Frühere Generationen von Fotografen konnten von den aktuellen technischen Möglichkeiten nur träumen. Tatsächlich erleichtern die mittlerweile möglichen hohen ISO-Werte aktueller System- oder Spiegelreflexkameras das Fotografieren bei Nacht enorm, ebenso wie die sehr effektive Bildstabilisierung, die auch schon in hochpreisige Smartphones Einzug gehalten hat. Ohne Übung und technisches Verständnis bleiben Enttäuschungen dennoch nicht aus.

So ist es unerlässlich, das Licht in einer bestimmten Szene, die man einfangen möchte, genau zu analysieren. Möchte ich zum Beispiel einen Menschen so abbilden wie auf unserem großen Beispielbild, benötige ich eine Lichtquelle, die das Gesicht schön ausleuchtet. Mit einem Kamerablitz gelingt das selten. Am Schattenwurf in unserem Beispielbild erkennt man, dass sich die Lichtquelle etwas oberhalb der Gesichter befunden haben muss. Straßenlaternen sind in der Regel zu hoch und zu grell, um Gesichter darunter schön zu beleuchten. Verfügt man nicht – wie in diesem Fall – über eine eigene externe Lichtquelle wie zum Beispiel ein LED-Licht oder einen entfesselten Blitz, muss man sich das entsprechende Licht suchen, was in einer Stadt eigentlich kein Problem ist – denken Sie nur an die vielen beleuchteten Schaufenster.

Wer Menschen eher unscharf ablichten möchte, der kann auch mit einem Stativ um die Häuser ziehen – das hat überdies den Vorteil, dass sich Fremde in solchen Fotos nicht wiedererkennen können.

(mar)
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