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Bericht zum Lockdown in NRW: Laumann rechnet mit Beschränkungen auch nach 10. Januar

Bericht zum Lockdown in NRW : Laumann rechnet mit Beschränkungen auch nach 10. Januar

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rechnet einem Zeitungsbericht zufolge mit weiteren Einschränkungen im neuen Jahr. „Stand heute sehe ich noch nicht, dass es am 10. Januar großartige Lockerungen geben kann“, sagte Laumann der „Rheinischen Post“.

„Mit Abstand und ohne Gesang“ könnten Gottesdienste auch an Weihnachten vertretbar sein. „Aber älteren Menschen sollte man tatsächlich ans Herz legen, auf die Übertragungen im Internet, Fernsehen oder Radio auszuweichen.“

Der harte Lockdown sei unumgänglich gewesen, betonte Laumann. Wichtiger als örtliche Ausgangsbeschränkungen in Städten oder Kreisen mit extrem hohen Infektionszahlen sei das Einhalten der Kontaktbeschränkungen. Aber: „Dort, wo die Kommunen Ausgangssperren für geboten halten, tragen wir das in der Regel mit“, sagte er mit Blick etwa auf die Stadt Solingen oder den Kreis Lippe.

Derzeit gebe es in jedem Regierungsbezirk noch genügend freie Intensivbetten. „Zur Wahrheit gehört aber auch: Es wird enger in den Häusern“, sagte Laumann. Als Reserven gebe es noch die Reha-Kliniken, in die Patienten ohne Covid-19 ausweichen könnten, wenn sich die Situation in zwei oder drei Wochen zuspitzen sollte. „Die Pläne liegen vor.“ Er glaube nicht, dass es Anschläge auf Impfzentren geben werden. Das Zentrallager in NRW werde man dennoch vernünftig bewachen. „Die Impfzentren wird die jeweilige Kreispolizeibehörde im Blick haben.“

(dpa)