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Kampf um CDU-Bundesvorsitz: Laschet warnt vor wochenlanger Selbstbeschäftigung der CDU

Kampf um CDU-Bundesvorsitz : Laschet warnt vor wochenlanger Selbstbeschäftigung der CDU

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat angesichts des Kampfes um den CDU-Bundesvorsitz vor einer wochenlangen Selbstbeschäftigung der Partei gewarnt.

„Die CDU-Mitglieder und auch die Öffentlichkeit will keine wochenlange Selbstbeschäftigung der CDU mit Personalfragen“, sagte Laschet am Montag in Düsseldorf. „Das passt nicht in die Zeit.“ Laschet bewirbt sich neben Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Außenpolitiker Norbert Röttgen um den Bundesvorsitz.

Die Menschen seien derzeit mit Corona und der Angst vor Arbeitslosigkeit mehr beschäftigt als mit der Frage, wer neuer CDU-Vorsitzender werde. „Man will, dass die Frage entschieden wird, man will, dass sie möglichst im Team entschieden wird. Aber wenn das nicht möglich ist, wird das halt demokratisch ausgetragen.“ Eine Einigung auf einen gemeinsamen Kandidaten halte er „bis zur Minute“ nicht für möglich.

Die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz hatten sich am Montag auf einen Fahrplan für die letzten vier Wochen vor dem Anfang Dezember in Stuttgart geplanten Wahlparteitag geeinigt. Dazu gehören zwei öffentliche Live-Diskussionen mit den Kandidaten im Internet und CDU-interne Einzel-Talks per Videoschalte. Wegen der Corona-Pandemie verzichten Laschet, Merz und Röttgen auf öffentliche Veranstaltungen mit Publikum. Die CDU-Mitglieder könnten sich durch die Internet-Veranstaltungen „ein umfassendes Bild“ von den Kandidaten machen, sagte Laschet.

(dpa)