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„Nicht nach Schlupflöchern suchen“: Laschet verteidigt Corona-Kontaktauflagen in NRW

„Nicht nach Schlupflöchern suchen“ : Laschet verteidigt Corona-Kontaktauflagen in NRW

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat dazu aufgefordert, keine Schlupflöcher in den Corona-Auflagen der Landesregierung zu suchen.

Laschet verteidigte am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags die im Gegensatz zu den Bund-Länder-Beschlüssen etwas weicher wirkenden Auflagen bei privaten Kontakten.

So gelte in NRW wie auch in Hessen und Rheinland-Pfalz seit März die Regelung, dass die Polizei die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen in privaten Wohnräumen nicht kontrolliere. Das bedeute aber nicht, dass die Kontaktbeschränkungen dort nicht gelten. „Es ist nicht die Zeit, nach Schlupflöchern zu suchen“, appellierte Laschet.

Der Ministerpräsident griff SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty scharf an. Dieser kritisierte erneut, dass in NRW die Kontaktbeschränkungen nur für Treffen im öffentlichen Raum gelten würden. In den eigenen vier Wänden gebe es aber keine Personenbegrenzungen. Es seien auch „Kaffeekränzchen“ und „Skatabende“ erlaubt.

Kutschaty erwecke damit den Eindruck, dass privat alles erlaubt wäre, sagte Laschet. Damit sorge der SPD-Politiker für Verunsicherung. Kutschaty erfinde Beispiele, die das Gesetz gar nicht erlaube. „Das ist nicht gut in diesen Zeiten, das ist nicht gut“, sagte der Ministerpräsident.

(dpa)