Treffen nicht in Moschee: Laschet trifft Erdogan auf Schloss Wahn

Treffen nicht in Moschee : Laschet trifft Erdogan auf Schloss Wahn

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wird den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Samstag auf Schloss Wahn in Köln zu einem persönlichen Gespräch treffen. Das verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen.

Dabei werde der CDU-Politiker auch kritische Themen wie die Pressefreiheit in der Türkei und die Lage der dort inhaftierten Deutschen ansprechen. Die Verbindung zwischen NRW und der Türkei bleibe zentral.

Fest stehe unverändert, dass Laschet nicht gemeinsam mit Erdogan die Kölner Zentralmoschee eröffnen werde. Das sei nicht der geeignete Ort für ein Gespräch. Die Unterredung soll nach Erdogans Landung am Mittag - und damit vor der geplanten Moschee-Eröffnung - auf der Burg stattfinden, die in Flughafennähe liegt.

Der NRW-Regierungschef hatte mehrfach betont, dass internationale Beziehungen einen offenen Austausch und Dialog brauchen, ausdrücklich auch einen kritischen Dialog. Jeder Staatsgast des Bundespräsidenten, der auch NRW besuchen wolle, werde auch auf Wunsch vom Ministerpräsidenten „protokollarisch empfangen“.

Nordrhein-Westfalen und die Türkei pflegen enge wirtschaftliche Beziehungen. In NRW leben zudem im bundesweiten Vergleich besonders viele türkischstämmige Menschen. Erdogan führt am Freitag in Berlin Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Wirtschaftsvertretern.

(dpa)
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