Laschet nach Busunglück: Wohl Menschen aus NRW zu Schaden gekommen

Laschet nach Busunglück : Wohl Menschen aus NRW zu Schaden gekommen

Unter den Opfern des schweren Busunglücks auf Madeira vermutet die nordrhein-westfälische Landesregierung auch Menschen aus NRW. „Wir müssen davon ausgehen, dass bei diesem schweren Unglück auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen zu Schaden gekommen sind“, teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag mit.

Die Landesregierung machte zunächst keine Angaben, ob auch Tote unter den Opfern aus NRW sind. Der Polizei zufolge standen Reisende aus dem Rhein-Erft-Kreis bei Köln auf einer Liste des Busunternehmens.

Bei dem Busunfall auf der portugiesischen Urlaubsinsel am Mittwochabend starben 29 Menschen, darunter vermutlich 27 Deutsche. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt.

„Unser besonderes Mitgefühl gilt all denen, in deren Familien oder Freundeskreis Opfer zu beklagen sind, oder die noch in Sorge um verletzte Angehörige sind“, sagte Laschet. „Sie können sicher sein: Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen schweren Stunden bei ihnen, die Menschen in Nordrhein-Westfalen stehen an ihrer Seite.“

In dem Bus könnten sich möglicherweise Reisende aus dem Rhein-Erft-Kreis bei Köln befunden haben. Auf einer Liste des Busunternehmens stünden Namen von Menschen aus dem Kreis, sagte eine Polizeisprecherin aus dem Rhein-Erft-Kreis. „Ob sie sich tatsächlich in diesem Bus befunden haben, dazu haben wir noch keine Erkenntnisse.“ Die Informationen seien aus dem Auswärtigen Amt in Berlin gekommen.

An Bord des Unglücksbusses waren zwei Gäste des Veranstalters Schauinsland-Reisen mit Sitz in Duisburg. Angaben, woher die Touristen kamen, machte der Reiseveranstalter nicht. Die Tour sei von einem anderen Reiseunternehmen angeboten und der Bus bei einem örtlichen Anbieter gechartert worden. Ein Mitarbeiter von Schauinsland-Reisen sei auf dem Weg nach Madeira. Unklar war zunächst auch, ob die beiden Gäste zu den Todesopfern oder Verletzten gehören.

(dpa)
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