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Wahlkampf: Laschet kritisiert Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten als verfrüht

Wahlkampf : Laschet kritisiert Nominierung des SPD-Kanzlerkandidaten als verfrüht

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Nominierung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten als verfrüht kritisiert.

Er halte im Moment „die Zeit für Wahlkampf für verfrüht und auch für unangemessen“, sagte Armin Laschet am Dienstag vor Beginn einer Sitzung des NRW-Kabinetts in Düsseldorf. Es sei aber die Entscheidung der SPD. „Ich würde uns allen raten, jetzt noch möglichst lange auch in der Großen Koalition zusammen gut zu arbeiten“, fügte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist, hinzu. Laschet bewirbt sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit als potenzieller Kanzlerkandidat der Union.

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty warf Laschet nach seiner Äußerung via Twitter „Doppelmoral“ vor: „Laschet macht seit März Wahlkampf um seine Kanzlerkandidatur. Er war es, der Corona zum Überbietungswettbewerb mit Markus Söder nutzen wollte. Mit seinem Vorwurf will er nur davon ablenken“, twitterte Kutschaty am Dienstag.

Vorstand und Präsidium der SPD hatten Olaf Scholz am Montag einstimmig als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2021 nominiert. Eine Bestätigung auf einem Parteitag ist nicht mehr nötig. Die SPD ist damit die erste im Bundestag vertretene Partei mit einem Kanzlerkandidaten für die Wahl im Herbst 2021.

(dpa)