Auflagen gelockert: Landtag will novelliertes Jagdgesetz beschließen

Auflagen gelockert : Landtag will novelliertes Jagdgesetz beschließen

Viele Jäger in Nordrhein-Westfalen dürften sich freuen: Der Landtag verabschiedet ein neues Jagdgesetz. Das ökologische Jagdgesetz aus Zeiten der rot-grünen Vorgängerregierung wird in vielen Punkten zurückgedreht.

Der nordrhein-westfälische Landtag will am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) die Novelle des Jagdgesetzes beschließen. Damit will die CDU/FDP-Landesregierung unter anderem die 2015 von der rot-grünen Vorgängerregierung ausgedünnte Liste der jagdbaren Arten wieder am Bundesjagdgesetz ausrichten. Beschränkungen bei Jagd- und Schonzeiten werden „unter Beachtung der Wildbiologie und der Jagdpraxis“ wieder gelockert. Beim Fuchs wird die Baujagd wieder freigegeben. Wildschweine dürfen bis 2023 ganzjährig bejagt werden, der Muttertierschutz muss aber gewahrt werden. Damit soll eine Übertragung der Afrikanischen Schweinepest vermieden werden.

In NRW gibt es nach Angaben des Umweltministeriums mehr als 90 000 Jäger. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte Schwarz-Gelb vorgeworfen, einseitig die Interessen der Jäger zu Gesetz zu machen - zu Lasten der Bewahrung der biologischen Vielfalt.

In einer Aktuellen Stunde debattiert der Landtag außerdem auf Antrag von CDU und FDP über die jüngste Kriminalitätsstatistik. Die Kriminalität in NRW ist 2018 auf den niedrigsten Stand seit fast 30 Jahren gesunken. Die Zahl der registrierten Straftaten sank um 6,6 Prozent auf 1,28 Millionen. Morde und Mordversuche schnellten allerdings entgegen dem Trend um 24 Prozent auf 140 Fälle nach oben. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging um fast ein Viertel zurück.

(dpa)
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