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Zu gefährlich oder nicht?: Landtag debattiert über Maskenfreiheit im Unterricht

Zu gefährlich oder nicht? : Landtag debattiert über Maskenfreiheit im Unterricht

Maske auf, Maske ab - wieder ist im NRW-Landtag Streit vorprogrammiert über den Mund-Nasen-Schutz in der Pandemie. Diesmal geht es um das landesweite Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht. Bayern ist indes schon wieder in der Gegenrichtung unterwegs.

Die SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen hält das Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht angesichts relativ hoher Coronavirus-Neuinfektionszahlen für verfrüht und gefährlich. Auf ihren Antrag wird der Düsseldorfer Landtag am Freitag (10 Uhr) in einer Aktuellen Stunde darüber debattieren.

Nach mehr als einem Jahr Maskenpflicht ist diese auf den Sitzplätzen im Klassenraum seit Dienstag landesweit abgeschafft. Schulen dürfen keine abweichenden Grundsatzbeschlüsse fassen. Allerdings können Schüler freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht tragen. Im übrigen Schulgebäude besteht weiterhin Maskenpflicht. Für den Außenbereich war sie schon vor einiger Zeit abgeschafft worden. Für Lehrkräfte entfällt die Pflicht, solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Die SPD-Opposition verweist in ihrem Antrag auf viele kritische Reaktionen auf die Abschaffung der Maskenpflicht aus Eltern-, Lehrer-, Schülervertretungen und Ärzteschaft. Bayern hat in dieser Woche beschlossen, die Maskenpflicht an Schulen zur Eindämmung stark steigender Neuinfektionszahlen vorübergehend wieder einzuführen. Bund und Länder erwägen eine Konferenz, um gemeinsame Antworten auf die Entwicklung der Corona-Krise zu finden.

In den vergangenen Wochen hatte es bundes- und landesweit zunächst einen stetigen Anstieg der Neuinfektionszahlen gegeben; zuletzt gab es auch wieder leicht rückläufige Tendenzen. Die Neuinfektionsraten sind aber weit über dem relativ niedrigen Niveau in den Sommermonaten.

(dpa)