1. Region

Durch Corona in Nöten: Landesregierung legt Solidarpakt für Lokalradios in NRW auf

Durch Corona in Nöten : Landesregierung legt Solidarpakt für Lokalradios in NRW auf

Die Landesregierung will die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geratenen lokalen Hörfunksender in Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich unterstützen: Um den Sendern zu helfen und journalistische Arbeitsplätze zu sichern, legt die Landesregierung einen „Solidarpakt Lokalfunk NRW“ auf.

Über Höhe und Art der Hilfe wird nach dpa-Informationen aus Regierungskreisen noch beraten. Eine Entscheidung darüber wird demnach in der kommenden Woche erwartet.

Die Werbeeinnahmen der Privatradios sind eingebrochen, da ihre Werbekunden durch die Coronaschutz-Maßnahmen über Wochen geschlossen hatten. Sven Thölen, Geschäftsführer von Radio NRW, rechnet frühestens für das vierte Quartal wieder mit normalen Werbeeinkünften, wie er Mitte April der „Süddeutschen Zeitung“ sagte. Der Verband Privater Medien (Vaunet) hatte Bund und Länder in einem Brief bereits um Hilfe gebeten.

Nathanael Liminski, Chef der NRW-Staatskanzlei, sagte der dpa am Mittwoch: „Der lokale Hörfunk in Nordrhein-Westfalen steht für guten Journalismus nah bei den Menschen. Gleichzeitig ist kaum ein anderer Zweig der Medienbranche so stark von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns betroffen.“ Der Solidarpakt solle „schnell und unkompliziert“ helfen.

Neben der Landesregierung ist auch die Landesanstalt für Medien (LfM) an den Planungen beteiligt. LfM-Direkor Tobias Schmid betonte: „Insbesondere in Krisenzeiten leisten die Lokalradios in NRW mit ihrer täglichen Berichterstattung einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger.“

Die Landesregierung strebt unterdessen auch Hilfen für freie Journalisten an, so Staatssekretär Liminski: „Meine Hoffnung ist, dass wir auch freien Journalisten bald unter die Arme greifen können. Dafür braucht es ein rasches Umdenken der Bundesregierung bei den Hilfen für Soloselbstständige.“

(dpa)